www.ralfpierre.de


Hier entsteht demnächst die überarbeitete

Homepage (eine Informationspage und keine Verkaufspage)  von Ralf Pierre  (Austel).

Sie sehen auf dieser "Baustellenseite" eine Übersicht

über die bereits vorhandenen Veröffentlichungen von:



 Ralf- Pierre


     Autor & Herausgeber 

Anm.: Die nachfolgend aufgeführten Bücher sind Veröffentlichungen von Texten an diplomatische Einrichtungen und ausgewählte Institutionen und derzeit überwiegend nur über epubli.shop od. amazon bestellbar.

(Die Bücher: "Transzendenz, die sichtbare und die unsichtbare Welt" sowie die Reihe "Der Glaubensstreit und seine Ursprünge" u.v.m. können in ausgewählten Buchfachhandlungen sowie bei epubli und amazon (Suchbegriff: Ralf Pierre Austel) bestellt werden.)



In eigener Sache:  In den letzten Veröffenlichungen fehlte am Ende der Zusatz "die Arbeit wurde unter erschwerten Bedingungen verfasst...." Was war da los? Nun, dem Autor war natürlich bewusst, dass er mit seinen Arbeiten unter Beobachtung steht, was allerdings unfassbar ist und war, ist, dass seine email-Konten auch manipuliert wurden (und das alles unter den Augen staatlicher Stellen). Auch dass jeden morgen (!) mit Mikrowellen versucht wird, dem Autor einen Herzinfakt zu zuführen -ebenfalls unter den Blicken des Staates, gehört auch zu den kaum fassbaren Tatsachen (dabei sind die Stimmen der Täter zu hören (ihnen wurde ein Mercedes und Kindersex versprochen und nicht selten folgt "stirb scheiß schwuler Jude!"....und vieles mehr, aber dazu später mehr und das ist keine Ankündigung eines Romans, sondern wird Teil der Dokumentation.....Bremen, den 16.12.2019




     DER VORABDRUCK

        "EDITION"

Der OST-WEST-Konflikt

Ge(H)-Danken, Historie .…

637 Seiten (mit den bekannten Vorabveröffentlichungen)

Softband    für sensationelle       59,- Euro            (Hard-Band -bitte auf Anfrage)

JETZT BESTELLBAR DIREKT VOM AUTOR: ralfpierre@gmx.de





weiter aktuell:

              Der Iran-Israel-Konflikt

Ge(H)-Danken, Historie, Lösungsansätze

Erst- Vorabveröffentlichung 07.05.2018

Buchdruck seit Juni 2018 bestellbar (Ralfpierre@gmx.de)


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              Der Korea- Konflikt

Ge(H)-Danken,  Historie und Lösungsansätze

- ERSCHIENEN bereits Februar 2018 (vor Olympia!)

- weiterhin bestellbar

237 Seiten, Din A 5, Soft-Band 



           noch Aktuell : 

Der Nahost-Konflikt:   Ge(h)-Danken

Analyse und Lösungsansätze zum Nahost- Konflikt

Softcover      Preis: s. Amazon


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Eine Ge(H)-Dankenschrift zum Christentum Erstveröffentlichung  September 2019

„Ars totum requirit hominem“

        (engl.:„The art requires the whole person.”) !

                         oder; der Mensch als "imitatio Christi"

 

Die deutsche Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel forderte mal (vor langer, langer Zeit auf einer Wahlkampfveranstaltung), dass man über das Christentum reden sollte (sie meinte wohl, über das heutige Verständnis davon).

Leider ist diese (längst überfällige und doch so notwendige) Kommunikation ausgeblieben.

 

Deshalb frei nach Kapitel 1, Vers 1 des Johannes-Evangeliums folgende "Ge(H)-Danken-Schrift":

Der westliche Gläubige ist von zehntausend Dingen bezaubert; er sieht das einzelne, er ist ich- und dingverhaftet, er entwickelt eine Neigung zur oberflächlichen, mechanischen Formelhaftigkeit und im fehlt der tiefe Blick bzw. das "Bewusstsein" der Wurzeln alles Seins und deren Ganzheit. Der östliche Mensch dagegen erlebt die Einzeldingwelt, ja sogar sein Ich wie einen Traum und wurzelt wesenhaft im Urgrund, der ihn so mächtig anzieht, dass seine Weltbezogenheit oft "abgehoben" scheint. Die Forderung der "imitatio Christi", also der Nachahmung -besser müsste es heißen- der Nachfolgung seines Wirkens- hat bei den Christen nicht zur "Verinnerlichung" (im-itatio) der Wesensart geführt, sondern ganz im Gegenteil nur zu einer "Begegnung" die sich mit rein rituellen, äußeren (!) Pflicht-"Übungen" begnügt. Das "Vorbild" Christus hat sich mit der Sünde der Welt beladen, und weil das impliziert, dass er auch die Sünde trägt, kann man sich einerseits als Sünder in der Gemeinschaft wohl fühlen und anderseits auf Vergebung hoffen (nicht aber die Erlösung, denn dafür ist nach dem Hauptgebet der Christen der "Vater" zuständig!, (s.a. Ev: Joh. 5 Vers 28)).

Aber in der Forderung der "imitatio Christi" steckt ja schon die Wurzel des Konfliktes, denn der "Geburtsfehler" des Christentums bestand ja im ersten Verrat, nämlich der aufgabe des Freiheits- und Gemeinschaftsgedanken des Evangeliums und der Tatsache nun einem Königreich zu huldigen und sich diesem zu unterwerfen (s. Apostelgesch. 11 Vers 26 ff) und daher konnte sich nur entwickeln, was bis sich bis in die Gegenwart entwickelt hat, eine fehlende "Verinnerlichung".

Ist "es" aber ganz draußen, so ist auch die Sünde im Einzelnen draußen und damit ist letzterer -nämlich der "Gläubige- mehr Fragment und nicht "Leib". Denn oberflächliches Missverstehen eröffnet ihm einen bequemen Weg, seine Sünde buchstäblich "auf Christus zu werfen", und so einer tieferen Verantwortung zu entgehen, was mit dem Geist des Christentums, mit dem Buchstaben des Evangeliums, im Widerspruch steht.

Denn im Evangelium heißt es: "Ein Ja ist ein Ja, ein Nein ist ein Nein, dazwischen ist es ein Übel" (Ev:Math.5 Vers 37).

Im übrigen hat Jesus auch nicht die Sünde abgenommen. Es gab und es gibt weiterhin das Sterben und auch weiterhin das (körperlich bzw, gesundheitliche) Leid (s.a. EV. Joh.: 20 Vers 22).

Aber dieses "dazwischen" ("zwischen Euch" statt "in Euch") ist der Kern der christlichen Theologie, der Religions-"Anspruch". Und man braucht nicht viel Phantasie (woher übrigens?) um das zu begründen. Dieser "Kern" macht sich auch besonders im Ritual des Abendmahl sichtbar. Wer am Leib Christus -natürlich nach der erforderlichen Beichte- teilhaben möchte, bekommt diesen durch die Hostie (dem Tier!) gereicht, kann ihn als "Bissen" verspeisen oder eben nach der Messe bis zur nächsten Beichte ausspucken.

Zwischen den Ritualen entstand Leere statt Lehre, denn umso weniger Lehre, desto mehr Glaube, denn Glaube ist nichts anderes als mangelnde Erfahrung und Erkenntnis.

Darin besteht das "Geschäft" des christlichen Glaubens!

 

Das macht den Christen deshalb geradezu anfällig und zugänglich für die Sünde, für das Böse, für die Versuchung! Wenn größerer Wert (Christus) und größerer Unwert (Sünde) draußen sind, so ist die Seele entleert, es mangelt ihr Tiefstes und Höchstes.

Die östliche Haltung (insbesondere die indische) verfährt andersrum: alles Höchste und Tiefste ist im (transzendentalen) Subjekt. Dadurch steigert sich die Bedeutung des asiatischen "atman", des "Selbst" ins Maßlose bzw. Unendliche und schwebt zwischen dem Zustand des Anfangs und den (nur durch den Menschen begrenzbaren) Ende (dem Omen, oder eben dem A & O).

Beim sogenannten "Abendländer" aber sinkt der Wert des "Selbst" auf den Nullpunkt. Daher kommt es im Westen zur Unterschätzung bzw. "bewussten" Unterdrückung der "Seele".

Und darin besteht der Hauptkonflikt!

Der Konflikt der fehlenden (individuellen, wie auch gesellschaftlichen) Harmonie, der fehlenden Ruhe (Spiritualität), dem fehlendem Blick und dem Verständnis der "Bedingung(en) der Dinge in der Ganzheit".

Wenn aber die Seele nicht mehr mitspielt, so erstarrt das religiöse Leben in Äußerlichkeit und Formelkram.

 

Warum aber hat das Abendland soviel gegen eine Beschäftigung mit dem "Wesen" der "Seele"?

Nun, die Gründe sind vielfältig, fünf sollen exemplarisch genannt werden:

Das hat erstens in der Vorgeschichte vor allem damit zu tun, dass die "seelsorgerische" Praxis der christlichen Kirche sich aufgrund der eigenen Geschichte und des eigenen (kirchlichen) Handels, genötigt sah, das "Joch Christi zu erleichtern". Das bedeutet nun einen ganz wesentlichen (!) Abstrich an der Härte und Schärfe des Konfliktes und damit eine "praktische Relativierung" von Gut und Böse.

Das hatte nicht etwa was mit zeitgemäßer "Anpassung" der Aussagen und Botschaften des Evangeliums

zu tun, sondern war das Ergebnis der selbst vorgelebten Inkonsequenz. Das Gute ist gleichbedeutend mit der Nachfolge Christi und dessen Wesensinhalt, so wie das japanische "Zen" den Kern der Religion darstellt, oder wie man in Indien von Dhyána, von Meditation und Versenkung ins innere spricht.

Das Böse ist daher eine Behinderung derselben.

Die vorgenommene "Relativierung" (man nennt es auch "moralischen Probabilismus") veränderte nicht nur die Gestalt(-ung) der Seele, weil sie einen anderen Erfahrungsweg nimmt, sondern auch das "Selbst" als Individuum bzw. als Teil des Ganzen (z.B. durch abnehmende oder fehlende Empathie, Verrohung der Sprache, Gewaltzunahme etc). Es ist kein "Zufall", dass in anderen Religionen das tägliche Unrecht wesentlich geringer ist! Diese von außen vorgenommene Veränderung trifft aber vor allem das "bewusste" und das "unbewusste", also das Bewusstsein als Ganzes (und Bewusstsein hat etwas mit Wissen und Unwissen zu tun, ist also eine Frage der Entwicklung!). Das Wesen des Bewusstseins ist Unterscheidung; es muss der Bewusstheit willen, die Gegensätze von einander trennen, und zwar "contra naturam".

Der christliche Glaube basiert aber auf dem Dogma der "patriarchischen Allegorie", also "ad Christum spectat" (sich auf Christus beziehend) und diesen Bezug "vermittelt" eben eine hierarchische, christliche Theologie bzw. Kurie (die letzte europäische, diktatorische Monarchie!), die sich als "Stellvertreter", "Hüter" und "Ausleger" des christlichen Geistes sieht (der ja im übrigen noch abwesend scheint und in dessen "Vollmacht" sich dennoch die christlichen Theologen -wieder vor- bzw. zugreifend- als "Er"- (statt "Be"-) "Kenner" verstehen). Eine Hierarchie die in ihrem Anspruch und ihrer autoritären Funktion aber nicht den "Geist" des Evangeliums vorlebte, sondern im Gegenteil das Böse beherbergt(e), wie u.a. die zig tausendfache Vergewaltigung von Minderjährigen zeigte.

Das Bewusstsein erfordert jedoch Aufklärung, Erfahrung und den Verstand als vorbildliche (!) Orientierung und Reflexion. Der Volksmund sagt dazu: "Nichts ist im Verstande, das nicht vorher in den Sinnen war".

Alles Themen die in einer hierarchischen (Kirchen-) Struktur, die sich anmaßt auf alle Fragen (auch den privatesten und intimsten) eine "Binsen-" Weisheit zu haben, nicht gerade auf der "Top-Ten-Liste" des "to do" (was zu erledigen wäre) stehen.

 

Das hat zweitens weiterhin damit zu tun, dass die Beschäftigung mit der Seele ein hochgradiges und tiefsinniges Studium mit der (antiken) Philosophie, mit der Psychologie und nicht zuletzt auch mit der (im Christentum verbotenen) Alchemie bedingt. Alles Felder die nur kurz -nämlich bei Tertullian- eine Geisteskraft besaßen.

Vor allem steht eine Beschäftigung mit der Mythologie und Ihren Symbolen, sowie die Gnostik im Mittelpunkt zum Verständnis der Thematik. Für die "Mythologie" schuf das Abendland eigene Bilder und Symbole, die Beschäftigung mit der Gnostik wurde lange Zeit von der römischen Kirche gleich ganz verboten (und ihre Anhänger verfolgt). Die Aussage des christlichen Symbols ist allerdings in seinem Ursprung reine und tiefste Gnosis!.

Ohne die Hinzuziehung der älteren (!) Mythologie, ergibt sich weder ein Verständnis noch ein Gesamtbild. Die Grundthemen und die Erzählungen im Alten Testament der Bibel, wie die Tehom (Gen.1), dem Verständnis über die "Vaterwelt", also der historischen Wandlung aus der matriarchalen (weiblichen!) Urwelt hin zur "männlichen Seite" bzw., Gestaltung der Welt, bis hin zum Verhältnis des "oberen Sohnes" und der Bedeutung des "unteren Sohnes", des "salvator macrocosmi", sind überhaupt nicht nachvollziehbar, ohne entsprechende Grund(er)kenntnisse!

Niemand kann den tieferen Sinn und Lehrinhalt des Bruderstreites zwischen Kain und Abel verstehen, wenn nicht der mythologischen Hintergrund beleuchtet wurde.

In einer oberflächlichen, stümperhaften Auslegung und Interpretation z.B. dieser Geschichte von Kain und Abel entsteht aber der "Bruderzwist", den wir bis in die Gegenwart zwischen den Religionen erleben. Die Schrift ist aber nicht auf Streit, sondern auf Verständigung angelegt.

Das Ziel ist Annäherung!

So, wie sich -mythologisch und biblisch- bei der Menschwerdung eine Annäherung des männlichen Prinzips der Vaterwelt, an dem weiblichen Prinzip der Mutterwelt vollzog (bzw. eher anzog) und sich diese wiederum bewogen fühlte sich der Vaterwelt anzugleichen. Damit vollzieht (es ist ein permanenter Prozess) sich ein Überbrückungsversuch zur Kompensation offener Konflikte. Kurz: aus dem Chaos wird Ordnung und Harmonie!

In der chinesischen Religion ist es Yang und Yin die zu einer Einheit verschmelzen, welche keine Gegensätze mehr enthält und damit inkorruptibel ist.

Das ist doch eine völlig andere Lesart und Ausrichtung, als die gegenwärtig vermittelte Betonung und Aufrechterhaltung der (religiösen) Unterschiede und Gegensätze!

Das ist der Grund warum das Christentum "niemals tolerant war", wie es der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt in einem Zeit-Interview betonte.

Das Evangelium spricht aber eine andere -tolerantere und weltoffene- Sprache!

 

Das hat drittens ebenso damit zu tun, das die Beschäftigung mit der Seele auch die Thematik "Inkarnation" beinhaltet. Sie ist zwar nicht völlig strittig, jedenfalls wenn man den Aussagen und Empfehlungen von Paulus folgt (s. Apostelgeschichte 24 Vers 25 ff.), aber der "Weg" und das "Ziel" ist im Christentum, im wahrsten Sinn des Wortes noch in Finsternis.

Natürlich dürfte besonders den katholischen Christen das Axiom der Maria Prophetissa bekannt sein, nämlich: "Die Eins wird zu Zwei, die Zwei zu Drei, und aus dem Dritten wird das Eine als Viertes".

Und es ist bemerkenswert, dass dieser beschriebene Wandel, dieser Entwicklungszyklus, sich schon bei dem Philosophen und Schriftsteller Hesiod (vor 700 v. Chr.), bei Platon (427-347 v. Chr.) und anderen Mystikern wiederfindet, sich nannten es eben nur "Äon", wie andere astrologische und astronomische Wissenschaftler auch, aber in der christlichen Lehre ist dieser Umstand entweder unterdrückt oder verdrängt worden. Im Wechsel des Äon der Osiris (260 v. Chr. - 1900 n. Chr.), geprägt durch den Monotheismus, in den Wechsel zum Horus-Äon (1900 - bis 4060 n. Chr.), geprägt durch "deus est Homo", kommt es zur Begegnung dieser Mächte, die durch die "Auferstehung" des oberen und des unteren "Sohnes" sichtbar wird.

Während der Geist des obereren Sohnes, der dem Vater Macht entriss (bibl. Beelzebub bzw. Reinkarnation des Bösen, des Tieres s. EV. Offenbarung) an seiner Macht endgültig festhalten will und dazu die Menschen verführt, kämpft der Geist des unteren Sohnes für die Attribute des "Heiligen Geistes", wie Gerechtigkeit, Wahrheit, Frieden (EV. Joh. 16, Vers 5 ff).

Das muss man wissen, wenn man nicht in diesem Wandel verfallen will.

 

Das hat viertens genauso damit zu tun, das es völlig konträre (teils kontraproduktive) Interpretationen der "Erlösungs-Geschichte" gibt (soweit überhaupt eine tiefere Beschäftigung vorgenommen wurde). Bei ernsthafter Betrachtung beginnt die Erlösungsgeschichte mit der Entstehung der Religionen, der Zuwendung Gottes zu den Menschen.

Das Evangelium ist dabei ein wesentlicher Schritt in der "Heilungs-Geschichte". Die diesem Buch enthaltenen "Lebens"- Botschaften" die wie heute teilweise als selbstverständlich betrachten (leider noch nicht "selbst"- "verständlich" auch leben), waren in der Entstehung, für die, die sie vermittelt bekamen Botschaften aus einem anderen "utopischen" Reich.

Und wenn man ehrlich und analytisch ist und sich dem im Evangelium aufgerichteten neuem Gebot, nämlich dem sogenannten 11. Gebot ("Liebe Dich, wie auch Deinen Nächsten" EV. Joh. 15 Vers 12) zuwendet, ist es doch realistischer zuzugeben, das mit der Verwirklichung und Umsetzung des Gebotes "liebe Dich" alleine in Deutschland sich zigtausend Psychotherapeuten und ihre Klienten herrrumquälen.

Insofern kann man im Abendland nicht wirklich von der Vollendung des "Heilungsvorganges" sprechen, der steckt eher -in den falschen- Kinderschuhen.

Aber das liegt auch daran, dass im christlichen Glauben das Sterben Christi, des "Unigenitus", im Blickfeld liegt, welches symbolisch durch die drei Kreuze dargestellt wird (EV. Lukas 23 Vers 35 ff). Der Heilungsprozess begann aber mit der -unterschätzten- Auferstehung, mit dem Entzündungsprozess, der Verkündung der Botschaften des Evangeliums. Hier ließ die Kirche jedoch den bzw. die Verkünder (erneut) hängen und initiierte stattdessen eine glanz- und glorreiche Götzenverehrung,

 

Das hat fünftens damit zu tun, dass sich die christliche Theologie und besonders die römische Kurie eben nicht mehr mit den vorgenannten Themen (die ja nur einen kleinen Ausblick der gesamten Thematik darstellen) -zumindest nicht nach außen, für ihre anvertrauten "Schäfchen" sichtbar beschäftigte, weil sich die römische Kirche (in ihrer europäischen religiösen Leitfunktion) seit dem Mittelalter als "Kaiser- und Königsmacher" verstand (oder häufig auch als Königsmörder, wenn die Nase eines Regenten nicht mehr passte).

Die Kirche befand sich in ständiger Konkurrenz zum Adel, nicht nur in der äußeren pompösen ("Selbst-") Darstellung.

In dieser "Wandlung" ihrer (theologischen) Funktion, die ihren Anfang fand, als die Kirche den ge(h)rechten Weg verließ und zu den Kreuzzügen rief, begab sie sich in eine tiefe und dunkelste Spirale -später noch tiefer, aufgrund einer durch erbeuteten Reichtum entstandener Bequemlichkeit.

In der Gegenwart bezahlt in Deutschland zu über 80 % der Staat, also die gesamte auch nichtchristliche Gemeinschaft) die seelsorgerischen (diakonischen) Tätigkeiten der Kirche, während sie sich mit dem fremd finanzierten Ruhm und der Ehre "schmückt", aber gleichzeitig mit mittelalterlichen Herrscherallüren über Arbeitsverträge bis in die Privatsphäre ihrer Angestellten rein regiert. In einer Art, die selbst zu harschen Urteilen durch den Europäischen Gerichtshof führten.

Sie schwadroniert in ihren öffentlichen Auftreten über das Unrecht auf der Welt und könnte mit ihrem immensen Reichtum das Unheil auf der Erde mit einem Wurf beseitigen, dass sie in Sonntagspredigten heuchlerisch anprangert.

Contritio!  (bereut und kehrt...um...)

 

Bremen, v.d. 8. Sonntag nach Trinitas 2019

Ralf Pierre   (C)(R)

 

 

"Unser Verstand "schaut" die Dinge, unser Auge "trinkt", was die Wimper hält von dem goldnen Überfluss der Welt." (Gottfried Keller)

 


         Erschienen: Frühjahr 2017:

Gottes Name ist auch Barmherzigkeit

Eine "Gegen"-Schrift zum Buch: "Gottes Name ist Barmherzigkeit"

von Papst Franziskus

Hardcover

190 Seiten         Preis:    22,95 Euro (zzgl. 2,95 Porto D*)

Nach der Buchanalyse "Die Jungfrauengeburt..." *

von  Papst Benedikt XVI. ist das die zweite Arbeit über

ein Buch des Papstes, die Widersprüche in der Auslegung der Schrift "offenbaren"...

(*es ist übrigens ein unbestätigtes Gerücht, dass das Buch der Anlass für den Rücktritt war .-)



Immer noch aktuell *Immer noch aktuell* Immer noch aktuell *


Exegese der Heiligen Schriften

nach neuen Quellen (-Sichtungen)


Obwohl im 20. Jh. neue Quellen und neue Evangelien aufgetaucht sind, hat Rom die Heiligen Texte nicht neu kanonisiert (lat.: "für Maßstab", also den alten Evangelien angepasst), sondern verkündet weiter "Märchen" !


Wie die Heiligen Schriften zeitgemäß interpretiert werden und welche Geheimnisse sich verbergen, das

erfahren Sie in dem neuen Buch. Lesen Sie die Heilige Schriften mit Geist und Verstand und verkünden (vermitteln) Sie die Botschaften nicht so, wie es die Priester mit ihrem Geheimwissen ihren Gemeinden verkünden (und damit bewuss die "Schafe" in die Irre führen), sondern wie es zeitgemäß ist, damit Sie auch

mit anderen Religionsangehörigen mitreden können. 

EIN MUSS, NEBEN JEDER BIBEL !

Beispiele:

Die Menschen waren vor Adam und Eva geschaffen und haben daher keine Erbsünde !

Die Arche ist kein Boot, sondern griech. für "(Neu..) Anfang.

Was geschieht eigentlich wirklich beim Abendmahl?

Und was meint die "Trinität"?

Als weiteren Inhalt das "Thomasevangelium",

welches Sie sicher "begeistern" bzw. "beleuchten" wird !


(Bestellungen immer noch möglich).


Hardcover ,  190 Seite              Preis:  26.95 Euro (zuzgl. 2.95 Versand D)


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AUF BESTELLUNG: (VORABDRUCK "EDITION")


Der Glaubensstreit im Zeitalter des Äon Osiris

2160 (von 260 v. Chr. - 1900 n. Chr.) Jahre Überblick über den Glaubensstreit und seine Hintergründe

640 Seiten


Ein "roter Faden "  von der Ansiedlung der Völker, Entstehung der Mythologien, Entstehung des Christentums und

des Islam, Weltherrschaft des Papstes im Streit mit den weltlichen Führern,  die  hellenischen Philosophien breiten

sich bei den Arabern aus, Entstehung der Erneuerungsbewegung, Humanismus und Reformation bis zur Aufklärung

und den apokalyptischen Untergang des Äons (1. und 2. Weltkrieg), sowie Beginn der Erlösungszeit.....

das ist ein kurzer Überblick über den Inhalt des Buchprojektes.

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Veröffentlichungen 2016   von Ralf Pierre, auch bestellbar:


Kindesmissbrauch in Deutschland

Ein Aufschrei !

Das Buch beschreibt Erlebnisse und Berichte über eines der abscheulichsten Themen, während

der letzten Jahre. Es werden öffentliche Briefe und Erklärungen des Autors zu diesem Thema aufgeführt

und auch eine wissenschaftliche Abhandlung dieses "Phänomen" findet Berücksichtigung.

Taschenbuch /Softcover

124 Seiten                                           19,95 €


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Die Römisch-Katholische Kirche

und das Kreuz mit dem Evangelium

Das Buch beschreibt die Entstehung der Römisch-Katholischen Kirche, sowie den Umgang der römischen Kurie

mit den Botschaften des Evangeliums in der Vergangenheit und Gegenwart.

Ganz aktuell zum bevorstehenden Jubiläumsjahr der Reformation.

Taschenbuch/ Hardcover

132 Seiten                                          24,95 €

Was der Spiegel zu Pfingsten 2018 als Titelstory bringt und die tieferen

Hintergründe.......

Achtung: könnte bald auf dem Index stehen.....


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seit Dezember 2015 im Buchhandel (ggf. auf Bestellung):


TRANSZENDENZ

Die sichtbare und die unsichtbare Welt

144 Seiten Taschenbuch -Hardcover

ISBN 978- 3- 9817682-9-9      33.-€


Der Psychoanalytiker Prof. Jung schrieb der "Transzendenz", den "Zufall" zu,

Einstein nannte es Fernkraft und Isaak Newton sprach vom Äther.

Philosophen und Theologen beschäftigten sich in erbitterten Streit mit der "Transzendenz".

Nun erschein 2015 ein Buch und gibt Auskunft über das Wirken der Transzendenz !


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Die besondere Reihe:



Der Religionsstreit und seine Ursprünge  1. Teil

Vom Evangelium bis zum Koran

sowie das Thomasevangelium

77 Seiten  Taschenbuch- Softcover

ISBN  978-3-9817682-1-3      19.-€


Wann und warum begann eigentlich der Streit zwischen den Religionen.

Das Buch berichtet von den Anfängen des Christentums bis zur Entstehung der muslimischen Gemeinschaft,

einschließlich der Herkunft des Messias der Muslime.

In flüssiger und leichter Schreibweise ein schneller Einstieg zu einem höchst aktuellem Thema.


Der Religionsstreit und seine Ursprünge  2. & 3. Teil

Der Streit zwischen Philosophen und Theologen

Die Entwicklung der muslimischen, arabischen Philosophie

134 Seiten Taschenbuch -Softcover

ISBN  978-3-9817682-2-0          26,-€


Nachdem das Christentum zur Staatsreligion wurde, verschwanden die meisten philosophischen Schulen

im sogenannten Abendland in diesem Buch werden sie wieder enthüllt. Im 2. Teil der Reihe werden

diese Schulen und ihre Vertreter, sowie deren Lehren beschrieben.

Im 3. Teil wird die Entstehung der Philosophie im Orient erzählt und welchen Wandel sie im Streit mit den

Theologen ausgesetzt waren, dabei werden viele arabische Wörter erklärt.

Ein Muss (!) für  f r e i e   Denker !



Der Religionsstreit und seine Ursprünge  4. Teil

Die Abra(h)am- Bünde und die Folgen(den)

Exegese der Schöpfungsmythologie

Der Religionsstreit zwischen Katholiken und Protestanten.

155 Seiten Taschenbuch- Softcover

ISBN  978-3-9817682-4-4         26,-€


Von wegen, wir stammen von Adam und Eva ab.

Lesen sie die wahre Geschichte der Menschwerdung und die  Mythologien, nach dem Text der Heiligen Schrift(en).

Die Entstehung der Völker und Religionsgemeinschaften werden bis zur Reformation beschrieben

und als Höhepunkt wird auch anlässlich des Luther- Jubiläums der Streit zwischen Rom,

Frankreich und den Reformatoren erklärt.

Das ist Luther lebendig !



Bestellen Sie über Ihre Buchhandlung oder : RalfPierre@gmx.de


Preise incl. Mwst. (Buchpreisbindung) zuzgl. Versandkosten (D = 2.95 €)

Lieferzeit ca. 10-16 Tage. (Achtung während der Schulferien erhöhen sich die Lieferzeiten !)



Ralf Pierre ist auch Stiftungsgründer, der Schai-Stiftung, sie setzt sich für Kinder und einem besseren sozialem Klima (vor allem in Entwicklungsländern)  ein.


www.schai-online.org

(Schai= Save Children Humanrights and Improvement)



November 2017 veröffentlichte der Autor nachfolgenden "Aufschrei":


Kindermissbrauch in Deutschland

Ein Aufschrei 2. Band (Vorabdruck)     von Ralf Pierre

Bezug:  Der Abschlussbericht der Reformkommission zum Sexualstrafrecht


Vorgeschichte

Im Dezember 2015 erschien eine Überarbeitung des Buches "Kindermissbrauch in Deutschland- Ein Aufschrei des Autors  (von dem u.a. die BK Dr. Merkel auch ein Leseexemplar erhielt). Mit Schreiben vom 24.10.2017 wandte sich der Autor mit einem erneuten Appel an die Fraktionen des Bundestages, worauf am 3.11.2017 die CDU/CSU und Die Grünen und am 10.11.2017 schließlich die SPD antworteten (siehe Anlage in der Dokumentation, -nicht in diesem Vorabdruck enthalten- Anm.Red.). Daraufhin versandte der Autor an die Parteien das vorgenannte Buch zum kostenfreien (runterladen und)Versand an ihre Mitglieder und sagte eine Stellungnahme zu den Antworten zu, dessen Vorabdruck (und Auszug) Ihnen mit dieser Schrift nun vorliegt.

Im Interesse des Kindeswohles, welches ja mittlerweile alle Parteien als beste Investition in die Zukunft ansehen, besteht weiterhin die dringende Bitte und Hoffnung, dass die zukünftigen Regierungsparteien eine möglichst kurzfristige Reform des 13. Abschnittes des Strafgesetzbuches (StGB) vereinbaren.


Vorbemerkung

Unsere Gesellschaft bezeichnet sich als „Wertegemeinschaft“ mit besonderem Bezug zum Christentum.

Sehen wir uns also  vorab an, was die Heiligen Schriften zum Thema Kinderschutz sagen.


Im Alten Testament finden wir:

„Die Menschheit ist schlecht von Jugend an“ (1. Buch Moses 6.Kap.)

Noch deutlicher ist das Evangelium im 18. Kapitel des Matthäus (kurz: Die, die Hand anlegen an den Kindern, einen Mühlstein um den Hals…. und Hand und Fuß ab!).

Oder die klare Aussage bei der Abendmahlgeschichte: Der, der den Büttel (war ein mhd. Begriff für Kind) auf den Schoß hat, dort fuhr der Satan rein….).


Unsere Gesellschaft hat in der Präambel der Verfassung als 1. Artikel: die Würde eines Menschen ist unantastbar!


Ist es dann nicht selbstverständlich, dass besonders die Schwächsten unserer Gesellschaft, die Kinder und Heranwachsenden einen besonderen Schutz ihrer Würde, eine besondere Sorgsamkeit vor der Verletzung ihrer Intimität, dem Kern der Würde, zu garantieren?

"Je mehr Bürger mit Zivilcourage unser Land hat, desto weniger Helden wird es einmal brauchen" (Heinrich Böll)


Kindermissbrauch gehört zu den abscheulichsten Verbrechen an Menschen. Die Tat ist schwerer als versuchter Mord. Die Tat ist ein Totschlagsdelikt an einer friedlichen, schwachen Seele.


Man kann nur dankbar sein, dass die Genfer Konvention schon Vergewaltigungen (an Kindern und Erwachsenen) als schwerste Kriegsverbrechen betrachtet und dafür als Strafe lebenslangen Freiheitsentzug vorsieht.


Strafen dienen der Abschreckung, sie sind nicht dazu da als Bonuskatalog für rechtliche Fehltritte zu dienen, schon lange nicht, wenn es um solche gravierende Verbrechen geht, die nicht nur an dem Opfer verübt werden, sondern auch an die gesamte Gesellschaft.

Nur deshalb entstand ja ein Gesetzesregelwerk, weil die gesamte Gesellschaft betroffen ist. 


Die meisten Amokläufer erfuhren in ihrer Kindheit einen Missbrauch.



1. Das Deutsche- Sexualstrafrecht

Für die meisten Verbrechen die in Deutschland an Menschen begangen werden sind die Strafen im europäischen und internationalen Vergleich zu gering. Folge ist, dass sich deshalb besonders in Deutschland ein Gewaltpotential entwickelt hat, das nicht nur die Deutschen selbst erschreckt, sondern auch im Ausland mit immer größerem Entsetzen zur Kenntnis genommen wird.


Das Fass zum Überlaufen in Deutschland brachten wohl die Ereignisse der Silvesternacht von 2015 auf das Jahr 2016 wo sich eine „Herde“ von ausländischen und deutschen Jugendlichen auf die Jagd nach jungen Frauen machten und diese in aller Öffentlichkeit sexuell belästigten.


Erst nach dem "öffentlichem Aufschrei", dass in unserer Gesellschaft "Fremde" (Ausländer) frei rumlaufen, die den Frauen an die Wäsche wollen, beginnt allmählich eine öffentliche Diskussion darüber, um welche "Art" es sich bei diesem Verhalten handelt. Bis dato galt so ein Verhalten (Frauen "anmachen", "anbaggern", "aufreißen" und was es noch für -sehr bezeichnende- Wortfindungen gibt) zum üblichen (legalen) Verhaltensmuster innerhalb des Rollenverständnisses zwischen Mann und Frau (oder Jungs und Mädels).

Erst als "Fremde" sich, angeregt durch das Vorleben ihrer gastgebenden männlichen "Artgenossen", aufgeheizt durch den Zugang zu Pornographie (nicht selten befand sich der nächste Pornoladen oder Puff in der Nähe von Asylheimen, besonders im Osten und wo Puffs fehlten, half den ausländischen Ankömmlingen eine entsprechende Software der Telekom) jedenfalls, als sich nun "Fremde" anschickten, dieses Macho-Verhalten zu kopieren (schließlich war man als Südländler schon immer der stärkere Macho und in der Angelegenheit der "Integration" (Anpassung)  wollte man auch nicht nachstehen), brüllte die Nation in seltener Einstimmigkeit "das sei ja wohl Unrecht!" "Keineswegs!" riefen einige -mit juristischen Kenntnissen- zurück.

Nach einem Blick ins Strafgesetzbuch (StGB) stellte man (entsetzt und sprachlos) fest: "Tatsächlich; Gesetzeslücke!"

In aller Eile beschloss die Regierung daraufhin den § 177 (Nötigung/Vergewaltigung) zu überarbeiten.


Weil bei der Erörterung der Thematik wohl eine Person darauf hinwies, dass die meisten gewaltsamen Täter in ihrer Entwicklung selbst Verletzungen erfahren haben, die sie erst zu diesem abgestumpften Verhalten trieben, hat wohl auch aus diesem Grund die Regierung in der letzten Legislativ-Periode beschlossen, eine Reformkommission zum Sexualstrafrecht einzurichten, die am 19. Juli 2017, kurz vor Ende der Mandatszeit des Bundestages und der Regierung, dem für das richtige "Rechtsmaß" zuständigem Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz, Herrn H. Maas, vorgelegt wurde.


In diesem Bericht kommt die Kommission zu dem Ergebnis, dass der § 177 StGB   wegen „Strafbarkeitslücken“ reformbedürftig war. Die Kommission hält es jedoch für erforderlich, §177 StGB in der Fassung der 50. Str.Änd.Gesetz zu überarbeiten.

Ferner macht die Kommission 54 Änderungsvorschläge  zum 13. Abschnitt des StGB, welches das Sexualstrafrecht beinhaltet.

Eine Verschärfung des StGB sieht die Kommission nicht vor, ganz im Gegenteil in einigen Fällen plädiert sie für „minder schwere Fälle“, Streichungen etc. (Eine Bewertung zu den Empfehlungen befindet sich im 3. Abschnitt dieses 2. Bandes -wegen des Umfanges nicht in diesem Vorabdruck- Anm.Red.).


Da nun die letzte Legislative eine Kommission eingesetzt hatte, wird das Thema Kinder- und Jugendschutz  -wo sich sowieso schon lange nichts gerührt hat- wohl wieder in die Schublade laden.


Aber nochmal zurück zur Wahrnehmung der Öffentlichkeit in diesem Zeitgeist:

Mittlerweile hatte sich in der Gesellschaft aus dem "Aufschrei" eine längst überfällig gewordene Diskussion entwickelt, was im zwischenmenschlichen Umgang erlaubt und tabu ist.

Nach den Sex-Skandalen und Veröffentlichungen aus Amerika, schwappte das Thema wiedermal über den Atlantik und beflügelte die Diskussion in Europa. Ihr folgte die weltweite Initiative "Me Too". Mit Entsetzen (manche behaupten auch Scheinheiligkeit oder Voyeurismus) verfolgt die Öffentlichkeit, wie es Frauen nun dringend ist, ihre verdrängten Erlebnisse der sexistischen bzw. sexuellen Erniedrigung öffentlich zu verarbeiten.

Dabei schien es lange so, dass das  was da geschah "gar nicht so schlimm ist".

Erst nach und nach wird die Tiefe und Schwere der Verletzungen deutlich.

Wenn Erwachsene nun erkennen, welche (langfristigen) Folgen sich aus der Verletzung der Würde (Persönlichkeit) und der Intimität ergeben, dann erkennen sie hoffentlich auch (endlich!) welche Folgen und Auswirkungen diese Verletzungen bei Kindern haben, vor allem, wenn diese Verletzungen noch mit körperlicher Gewalt verbunden ist.



Der 13. Abschnitt des StGB ist -wie die Straftaten- "ein monströses Konstrukt".

Es ist ein monströses Konstrukt, weil sich bei der Erarbeitung des 13. Abschnittes des StGB wohl Juristen und Parlamentarier den einen  und/oder andere Fälle von sexuellen Handlungen (an Kindern, Jugendlichen, Schutzbefohlenen, Strafgefangenen etc.) vorstellen konnten, die ein "minder schwerer Fall" darstellen oder sogar "straffrei" bleiben sollten.

"Nein heißt Nein" ist die Kampagne die der letzte Bundestag verabschiedete und in der Konsequenz deutlicher nicht sein kann.

Schon im Evangelium heißt es: "Ja, ja: nein, nein, was darüber ist, das ist von Übel"  (Math. 5:37)



Wenn man die Botschaft des "Nein heißt Nein" konsequent auch im 13. Abschnitt des StGB evaluieren möchte, bedarf es eine dringende Reform bzw. (noch besser) Neufassung des 13. Abschnittes des StGB.



2. Der 13. Abschnitt des StGB


Bevor auf die Änderungsvorschläge der Kommission intensiver eingegangen wird, soll der 13. Abschnitt des StGB hier noch einmal kritisch beleuchtet werden.


Das Gesetz ist in seiner Formulierung, in seiner Anwendbarkeit widersprüchlich und doppeldeutig, kurz einfach nur „wirr“. Es gibt wahrscheinlich im Strafrecht keine weiteren Beispiele für einen solchen Gesetzes-Wirrwarr und man kann nur erahnen, wie die Gerichte frustriert darauf reagieren und wie sich die Gerichts- Verfahren nach dem 13. Abschnitt des StGB unendlich und quälend in die Länge ziehen.


Nachfolgend einige Beispiele:

Das erste Beispiel:



§ 176 STGB SEXUELLER MIßBRAUCH VON KINDERN

(1) Wer sexuelle Handlungen an einer Person unter vierzehn Jahren (Kind) vornimmt oder an sich von dem Kind vornehmen läßt, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer ein Kind dazu bestimmt, daß es sexuelle Handlungen an einem Dritten vornimmt oder von einem Dritten an sich vornehmen läßt.

(3) In besonders schweren Fällen ist auf Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr zu erkennen.

(4) Mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren wird bestraft, wer

1. sexuelle Handlungen vor einem Kind vornimmt,

2. ein Kind dazu bestimmt, dass es sexuelle Handlungen vornimmt, soweit die Tat nicht nach Absatz 1 oder Absatz 2 mit Strafe bedroht ist,

3. auf ein Kind durch Schriften ( § 11 Abs.3) einwirkt, um es zu sexuellen Handlungen zu bringen, die es an oder vor dem Täter oder einem Dritten vornehmen oder von dem Täter oder einem Dritten an sich vornehmen lassen soll, oder

4. auf ein Kind durch Vorzeigen pornographischer Abbildungen oder Darstellungen, durch Abspielen von Tonträgern pornographischen Inhalts oder durch entsprechende Reden einwirkt.

(5) Mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren wird bestraft, wer ein Kind für eine Tat nach den Absätzen 1 bis 4 anbietet oder nachzuweisen verspricht oder wer sich mit einem anderen zu einer solchen Tat verabredet.

(6) Der Versuch ist strafbar; dies gilt nicht für Taten nach Absatz 4 Nr. 3 und 4 und Absatz 5.


Quizfrage: Was unterscheidet § 176 Abs.4.2 von §176 Abs.1.1, außer, dass in diesem Fall nun das Strafmaß halbiert ist?

Wenn ihre Lösung ist: es fehlt (eine) Person („an sich“ oder „einem Dritten“) ist der Ansatz richtig, aber falsch. Es geht auch nicht darum, dass „wer ein Kind dazu bestimmt"...  Selbstbefriedigung vorzunehmen (Gesetz: "das es sexuelle Handlungen vornimmt") bestraft wird.

Der feine „versteckte Unterschied“ im Strafmaß hat folgenden Hintergrund: In der derzeitigen Fassung des StGB hängt das Strafmaß von zwei strafrechtlich unterschiedlich relevanten Fallkonstellationen ab, die man in folgende Kurzformel nennen kann:

1.) ob das Opfer "passiv" war (der Täter nimmt seine Handlungen vor dem Opfer war)

2.) ob das Opfer "aktiv" war (mit "angepackt" hat, was sich dann auf die Beurteilung "des Verhaltens des Opfers" (!) auswirkt, s. dazu  Anmerk. zu § 182 Abs.6).


Diese für das Strafmaß wichtige Unterscheidung führt dazu, dass die Gerichte in aufwendigen Beweisverfahren die kleinsten Details untersuchen müssen.

Ist eine solche Untersuchung beim sexuellen Missbrauch von Kindern wirklich notwendig (und zu zumuten)?



Hier ein Vorschlag:


§ 176 STGB SEXUELLER MIßBRAUCH VON KINDERN

(1) Wer sexuelle Handlungen an einer Person unter vierzehn Jahren (Kind) vornimmt oder an sich von dem Kind vornehmen läßt, oder wer ein Kind dazu bestimmt, daß es sexuelle Handlungen an einem Dritten vornimmt oder von einem Dritten an sich vornehmen läßt,


wird mit Freiheitsstrafe von 5 Jahren bis lebenslanger Haft verurteilt.



"Punkt aus“: Geschützt die „Maus“!

Wer Hand anlegt an den Kindern….ab ins Gefängnis! und nicht unter fünf Jahren, denn so lange dauert meistens die Therapie des Opfers (mindestens).

Alles andere, wie weit das Gericht bei der Strafzumessung ins Detail geht, oder das Gericht wissen muss, bleibt dem Gericht überlassen, das entsprechende Fortbildungsmittel und Ausstattung erhält.


Und würde diese Klarheit konsequent fortgeführt werden, heißt es dann entweder:


Genauso wird bestraft, wenn es sich bei dem Opfer um einen Schutzbefohlenen…..



oder falls der Gesetzgeber eine geringere Strafe für weitere Sexualdelikte vorsehen möchten:


Mit Freiheitsstrafe von …..Jahren bis lebenslanger Haft wird verurteilt, wer sexuelle Handlungen vornimmt, die nicht im gegenseitigen Einverständnis

(rechtsverbindliche Willenserklärung) erfolgen (Nein ist Nein-Prinzip).



Ein weiteres Beispiel des "Wirrwarr´s":



§ 182

SEXUELLER MIßBRAUCH VON JUGENDLICHEN

(1) Wer eine Person unter achtzehn Jahren dadurch missbraucht, dass er unter Ausnutzung einer Zwangslage

1. sexuelle Handlungen an ihr vornimmt oder an sich von ihr vornehmen lässt oder

2. diese dazu bestimmt, sexuelle Handlungen an einem Dritten vorzunehmen oder von einem Dritten an sich vornehmen zu lassen,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird eine Person über achtzehn Jahren bestraft, die eine Person unter achtzehn Jahren dadurch missbraucht, dass sie gegen Entgelt sexuelle Handlungen an ihr vornimmt oder an sich von ihr vornehmen lässt.

(3) Eine Person über einundzwanzig Jahre, die eine Person unter sechzehn Jahren dadurch mißbraucht, daß sie

1. sexuelle Handlungen an ihr vornimmt oder an sich von ihr vornehmen läßt oder

2. diese dazu bestimmt, sexuelle Handlungen an einem Dritten vorzunehmen oder von einem Dritten an sich vornehmen zu lassen,

und dabei die ihr gegenüber fehlende Fähigkeit des Opfers zur sexuellen Selbstbestimmung ausnutzt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(4) Der Versuch ist strafbar.

(5) In den Fällen des Absatzes 3 wird die Tat nur auf Antrag verfolgt, es sei denn, daß die Strafverfolgungsbehörde wegen des besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung ein Einschreiten von Amts wegen für geboten hält.

(6) In den Fällen der Absätze 1 bis 3 kann das Gericht von Strafe nach diesen Vorschriften absehen, wenn bei Berücksichtigung des Verhaltens der Person, gegen die sich die Tat richtet, das Unrecht der Tat gering ist.



Genau betrachtet bedeutet  § 182  Abs. 3, dass alle Straftäter die  über 21 Jahre alt sind und sich an Personen unter 16 Jahren -also an Kindern- sexuell vergreifen  s t r a f f r e i bleiben!

Vor allem in den Fällen, wo die Straftat nicht angezeigt wird, siehe Abs.5. oder ein gerissener Anwalt auf Anwendung dieses § plädiert.

Und, ein Kind kann ja gar nicht eine Anzeige erstellen (unmündig) und was ist mit den Kindern, die noch nicht lesen und schreiben können, oder Kindern die noch nicht sprechen können?

Es hat ja einen Grund warum jetzt auch immer mehr Missbrauchsfälle an Kleinstkindern verübt werden.

Und selbst bei „reiferen Kindern“ die sich wehren wollen, heißt es immer häufiger „Aussage gegen Aussage“.


Wenn zwei Erwachsene ein Kind missbrauchen, was ebenfalls immer häufiger vorkommt (weshalb der Gesetzgeber den Passus „an Dritte“ (ist der Dritte eigentlich nicht auch „eine Person“) eingefügt hat (s. § 182, Abs.1.2) können sie sich gegenseitig ein Alibi geben und behaupten, dass „ungezogene Gör“ würde sie nur denunzieren wollen.

Was für eine schmerzhafte deprimierende Machtlosigkeit!

Und da die Sühnung dieses Verbrechen erst erfolgt, wenn sie "angezeigt" wurde, noch nicht einmal eine Verpflichtung gibt es dazu, ist es auch allgemein bekannt, dass sich der Täter leicht freikaufen kann, besonders in einer Gesellschaft mit zunehmender (Kinder-)Armut. 


Noch verzweifelnder kann man werden, wenn man sich den Abs.6 des §182 betrachtet. Wie soll sich das Opfer  denn „Verhalten“, wieso wird ein „Unrecht“ gering, wenn das Verhalten des Opfers berücksichtigt wird.

Strafrecht nach Klassen (-Unterschiede)?

Fehlt dem Kind das Wissen, fehlt dem Kind das Rechtbewusstsein, hat das Kind ein ähnliches Erlebnis schon gehabt, darf der Täter nochmals -straffrei- zuschlagen?

So aber der Gesetzestext!


Aber viel gravierender ist doch, dass ein Kind vor dem Ende seiner pubertären Entwicklung gar nicht einschätzen kann „was da mit ihm geschieht“!

Das hat ja auch einen biologischen Sinn. Erst soll sich das „ich“, das Bewusstsein so entwickeln und stärken, dass das Kind durch logischem und rationalem Denken zur freien Willensbildung kommt, welchen er für sich und nach außen verantwortungsvoll vertreten kann.

Deshalb, aus vorgenannten Gründen ist Kindesmissbrauch immer eine Vergewaltigung!


Wer für sich und andere schon so abgestumpft verinnerlicht hat, dass es normal ist, Sex ohne Liebe zu haben, der reagiert seine Triebe ab. Sex ist nicht Liebe, Liebe ist nicht Sex, aber beides zusammen wie im Paradies, ist eines der Songinhalte von Madonna (der Sängerin!).


Aber wer das so verinnerlicht hat, das Sex nur ein Druckablass ist, wer auch nie „Werthers-Leiden“ gelesen hat, der weiß nicht, was „Schmetterlinge“ im Bauch sind.


Das kann ja in einer Gesellschaft, die eher im verdorbenen Babylon, statt im Paradies lebt, jeder Erwachsene für sich selbst so entscheiden (das soll hier nicht kommentiert werden, weil sich diese Arbeit für das Kindeswohl einsetzt) aber es gibt definitiv niemanden das Recht –und hoffentlich auch keine Rechtslücke- das dieser abartige Trieb die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen beeinflusst und den Kindern und Jugendlichen diese romantische Erfahrung, des „erstmals verliebt“ sein (was ja ein anderes lieben ist, als das was Kinder vorher äußern) verwehrt und erschwert wird.


Immer wieder heißt es bei Paartherapien, warum ein Partner keine Zärtlichkeiten ausdrücken (körperlich und verbal) kann, dieses würde mit Verletzungen aus der (Vor-) Pubertät, also den ersten "Erfahrungen" zusammen hängen. "Ohne Berührung verhungert der Mensch", sagte der Forscher Rene Spitz.


Nur weil diese perversen nur auf ihren Trieb gerichtete Wesen, immer die „Ersten“ sein wollen wenn es um den Raub der Jungfräulichkeit  des „Frischfleisches“ geht, darf den Kindern und den Jugendlichen nicht die Phantasie und das träumerische Schwärmen (meist ein Leben lang) kaputt gemacht werden!

Die Kinder und Jugendlichen, aber auch die Gesellschaft brauchen die Phantasien und das Schwärmen, das "sich begeistern" können.


Kinder haben eine natürliche angeborene Schamgrenze, die sie erröten lässt, wenn ihr inneres ich (das Kind im Kind) berührt wird. Kinder erröten, wenn das Thema Sexualität berührt wird und das Rot symbolisiert nicht nur dem Kind die Grenzen, sondern sollte auch dem Gegenüber als Stoppsignal dienen.

Der jahrzehntelange Diskurs über den richtigen Zeitpunkt für den Beginn der (schulischen) Sexual-Aufklärung spiegelte ja genau dieses Problem wieder.

Dass diese Thematik bei der Auseinandersetzung mit der Strafverfolgung von Sexualstraftätern keine ausreichende Würdigung findet, zeigt wie "schamlos" an dieser Thematik heran gegangen wird. Aber schamlos, bzw. charakterlos, denn die Scham gehört zum Charakter, sind nicht nur die Sitten im Umgang zwischen den Generationen geworden, es ist Ausdruck einer Generation unserer Gesellschaft die in "Dark Roms" ihre Pubertät zu entwickeln suchte und dabei irgendwo auf einem perversen Egoismus- Trip hängen blieb. Eigennutz erwürgt eben nicht nur den Freund. Aus dieser gesellschaftliche Gruppen kommen heute viele junge Täter, die sich in ihrem widerlichen sexuellen Trieb irgendwo, am besten wo sich keiner wehrt oder noch jemand erniedrigt werden kann, z.B. (Kleinst-)Kinder, sexuell abreagieren.

Tiere kennen solches Verhalten nicht! 

Und:"Grausamkeit gegen Tiere ist eines der kennzeichnendsten Laster eines niederen und unedlen Volkes" sagte Humboldt, was sind dann Grausamkeiten gegen Menschen...?


Die Opfer müssen mit dieser ekelhaften Beschmutzung des Körpers und der Seele ein ganzes Leben lang zurechtkommen, während sich die Täter(-innen) ein Leben lang üben den Sieg ein (Kind-) Menschenwohl gebrochen zu haben  befriedigen.

Das ist im Übrigen nicht nur ein Sieg über die Unschuld eines Kindes bzw. eines Menschen, es ist ein Sieg -und deshalb ein Ohrfeige- über die Gesellschaft und ihren verlorenen "Werten".


Das Kind reagiert auf diese Beschmutzung, die als tiefgreifender, verletzender Einschnitt in das Bewusstsein des Kindes, der Seele, eingebrannt wird, mit verschiedenen Verhaltensänderungen.

Sie sollen hier nur kurz aufgeführt werden, sie sind ja bereits Ausführlich im ersten Band zu dieser Arbeit erläutert und es gibt reichlich Fachliteratur dazu.


Das Kind (das Opfer) reagiert mit einer Selbstverachtung des Körpers und der Seele, das führt im "harmlosen Entwicklungsfall" zu Verwahrlosungstendenzen, zu Suchtproblemen (Sucht kommt ja von etwas "suchen"), Fettleibigkeit oder körperliche Verletzungen.

Dabei haben die Suchtprobleme nicht nur auf den eigenen Körper sondern auch für die Gesellschaft den zerstörerischen Effekt.

Ist es eigentlich den verantwortlichen im Land wirklich egal, wie sich dieses Problem (vor allem bei harten Drogen) ausgebreitet hat? In Stralsund hat eine junge Frau ein Kleinstkind für 5 Euro angeboten, damit sie ihren Koksdealer anrufen kann (s.1.Bd.).


Freiheit ist doch nicht das Recht auf massenweise Selbstzerstörungen. Selbstzerstörungen ist eine krankhafte Verzweiflungstat, die Aufgabe der eigenen Würde, seiner Selbstbestimmtheit. Ein Staat der diesem Phänomen blind gegenüber steht, hat entweder seine Fürsorgepflicht (zum Wohle..), seine Aufgabe (Schutz Art.1) nicht verstanden oder begeht (auch als Staat) kollektiven Selbstmord.

Aber die Selbstzerstörung macht ja immer häufiger nicht am eigenen Körper halt. Nochmals, die meisten Amokläufer wurden in ihrer Kindheit missbraucht und gebrochen (sonst hätten sie ja eine ganze andere Achtung vor ihr und des Anderen Leben).


Wer sich nicht liebt, wer sich nicht (mehr) schätzen kann, der wichtigste "Schatz" wurde ja schändlich geraubt, schätzt auch Andere nicht; die Mitmenschen, die Umwelt, die Natur!

Das war und ist die wesentlichste Botschaft des 11. Gebotes im Evangelium.



Nehmen wir noch ein Beispiel: § 184 F

 

§ 184F STGB JUGENDGEFÄHRDENDE PROSTITUTION

Wer der Prostitution

1. in der Nähe einer Schule oder anderen Örtlichkeit, die zum Besuch durch Personen unter achtzehn Jahren bestimmt ist, oder

2. in einem Haus, in dem Personen unter achtzehn Jahren wohnen, in einer Weise nachgeht, die diese Personen sittlich gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

Was bitte schön heißt den „Nähe einer Schule ….“. In Bremen befindet sich direkt neben der Kirche (der einen Kindergarten beinhaltet) gleich mehrere Bordelle und der Widerspruch in Abs. 2, da darf die Nähe sogar im Haus sein?

Noch grotesker wird es beim § 184

§ 184G STGB BEGRIFFSBESTIMMUNGEN

Im Sinne dieses Gesetzes sind

1. sexuelle Handlungen

nur solche, die im Hinblick auf das jeweils geschützte Rechtsgut von einiger Erheblichkeit sind,

2. sexuelle Handlungen vor einem anderen

nur solche, die vor einem anderen vorgenommen werden, der den Vorgang wahrnimmt.

 

Im § 184 G geht es also um Begriffsbestimmungen und man muss hoffentlich nicht begriffsstutzig sein um den Unsinn dieses § 184 G zu erkennen; „sexuelle Handlungen“… müssen von „einiger Erheblichkeit“ sein. Man fragt sich was und wer dort „erhaben“ sein muss, oder  die Formulierung im Abs. 2, „der den Vorgang wahrnimmt“ Der (?), die (?), das (?)… wer nichts wahrnimmt hat kein Spaß?

In Zeiten von KO-Tropfen, von technischen Einflussnahmen, bedarf es einer „Wahr-Nehmung“ (hoffentlich nicht entsprechenden IQ) damit eine Straftat geahndet wird. Solange Du nicht erwischt wirst…gibt es weder Kläger noch Gericht, wozu Gesetze?

Noah, falls Sie die Bibel- Geschichte kennen, nahm auch nichts wahr, er war ja trunken ……

Das Urteil war: Verflucht sei….(Generationen über Generationen).

Das sind nur einige wenige Paragrafen zu die die Kommission "geschwiegen" hat und die Notwendigkeit der Reform, oder besser Neufassung des 13. Abschnittes verdeutlichen sollen.


Es werden noch weitere Beispiele in dieser Arbeit folgen. Vorher soll jedoch die Strafhöhe in diesem Abschnitt des StGB untersucht werden.


Die meisten Strafen sehen ein Strafmaß von 6 (teilweise sogar drei!) Monaten  bis zu einigen Jahren vor.

6 Monate und 1 Jahr sitzt der Täter meistens auf einer A-Backe in der bequemen U-Haft ab, bevor es überhaupt zu einem Gerichtsverfahren kommt.  Dort wird er dann z.B. zu 2 Jahren Haft verurteilt (das Mindestmaß für besonders schwere Fälle!) und verlässt, nach der üblichen Aussetzung der Reststrafe zur Bewährung, als freier Mann das Gericht. Anschließend fährt er zu seinen Kumpels und prahlt, „hab` es Euch doch gesagt, Gerichtsirrtum!“


Noch Schmerzhafter für das Opfer und hier auch der Gesellschaft wird es, wenn man sich den § 176A und das Strafmaß betrachtet:

(1) Der sexuelle Missbrauch von Kindern wird in den Fällen des § 176 Abs. 1 und 2 mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft, wenn der Täter innerhalb der letzten fünf Jahre wegen einer solchen Straftat rechtskräftig verurteilt worden ist.

„nicht unter einem Jahr (sic)“!

Da fehlen einem die Worte!


Am Tag als diese Arbeit geschrieben wurde (10.11.2017), berichtete der Nachrichtensender NTV von der Festnahme eines Angestellten im Schwimmbad der Kinder missbraucht hat und der zuständige Staatsanwalt sprach sinngemäß ins Mikrophon: Da werden wohl, wie bei Päderasten üblich, noch eine Reihe von Fällen dazu kommen (8 Anzeigen lagen übrigens schon vor).


Im gesamten europäischen Rechtssystem ist es selbstverständlich, dass für jeden Fall, für jede einzelne Tat das Strafmaß feststeht und addiert wird, nur im deutschen Sexualstrafrecht gibt es so etwas wie einen Mengenrabatt.


Dafür sind es doch sowieso immer die Reichen (reich an Geld, nicht reich etwas "zu vermögen") die sich die besten Anwälte leisten können (der Autor „kennt“ einen Professor (!) für Verwaltungsrecht der pädophil ist!), sich die besten Gutachter besorgen (der Autor „kennt“ eine Hochschuldozentin für Pädagogik (!), die pädophil ist) und sich stets aus dem Verfahren mogeln, wenn sie sich nicht schon vor dem Verfahren „freigekauft“ haben.


Das muss sich dringend ändern!

Das muss aufhören!



Noch eine kurze Anmerkung (in der Buchform ausführlicher!) zum Thema (Kinder-) und Jugendprostitution, bzw. Prostitution im Allgemeinen:

Vor etwa 4 Jahren kam eine Gruppe junger Menschen aus Rumänien nach Bremen. Weil es wohl auf dem Weg zur besseren Welt in Deutschland keine Anlaufstelle für diese Kinder gab, nahm sich eine Mafia um eine "Madame und einen Willert" dieser Gruppe an und schickte sie -nachdem einige ,Pornos gedreht wurden- zum "anschaffen". Einer in dieser Gruppe, der Älteste (damals etwa 18 Jahre alt), war ein gutaussehender, aufgeweckter, fröhlicher junger Mann, der es in seiner noch kindlichen Bettelart schaffte, auch ohne Gegenleistung sich mal einen Euro zu "verdienen". In einem großen "Bürger-Park" (!) bot er seine Dienste an und es war jedes Mal ein "Aufschrei" anzusehen, wer diese "Dienste" für welche Beträge in Anspruch nahm. Als der Junge 4 Jahre später wiedergetroffen wurde, war er stark abgemagert und seine Lymphknoten stark und unübersehbar geschwollen, er hatte Aids.

Wenige Tage später sah der Autor in Spanien einen Jungen -und traute kaum seine Augen, der dem rumänischen Jungen wie aus dem Gesicht geschnitten ähnlich war, wohl ein sogenannter "Doppelgänger". Er hatte auch die gleiche Art sich auszudrücken, zu Lächeln, Späße zu machen, wie es ja bei "Artverwandten" nicht selten ist. Aber dieser junge Mann war Busfahrer, hatte ein festes Einkommen und wahrscheinlich eine Familie. Er hatte aber vor allem eins: Zukunft!

Beide jungen Männer waren etwa 22 Jahre, was war (ist) der Unterschied.

Der eine hatte ein Umfeld genossen (Ausbildung etc.) das ihm Schutz und Zukunft sicherte, der Andere nicht!

Nun, vielleicht wenden Sie ein, wir können nicht allen die gleichen Standards gewähren (warum eigentlich nicht, nicht einmal die Mindestwürde?), aber müssen wir diese Schutzlosen, diese Benachteiligten, noch den letzten Abschaum der Gesellschaft zum Fraß vorwerfen? Dem Abschaum, der für ein paar Euros, die Notlage dieser Menschen  -und so etwas gab es noch nicht einmal ungestraft im Sklaventum- ausnutzt, um sich abzureagieren und für ein paar extra Euros, die verzweifelte Notlage dieser Menschen, die sich mit dem "Zubrot" etwas Luft und weniger Hunger versprechen, dazu ausnutzt, ohne Kondome ihre Drecksviren zu verbreiten?

Warum dieser Junge das mitgemacht hat, ist in diesem ganzen Wahnsinn schwer zu begreifen ("der Wahn ist kurz, die Reue lang" Schiller), hatte er wirklich eine Alternative?

Hätte es eine Freierhaftung, eine schärfere Bestrafung der Freier gegeben, hätte es einen Schutzparagraphen gegeben, der das Vermögen dieser Leute einzieht, (wie in einigen anderen Ländern), hätte der Junge zwar auch Aids (oder vielleicht auch nicht), aber er hätte zumindest eine Perspektive (auf Therapie).

"Gefolgschaft mit Geld erkauft, wird von Geld zerstört", das war die Weisheit von Seneca!

 

Zum Schluss (dieses Vorabdruckes):

Wie der vorangegangen Fall erklären sollte, dass mit dem Einziehen von Vermögen zumindest einen Teil des Schadens repariert werden kann, bzw. später Prophylaxe betrieben werden kann, ist es nicht eine Frage des Geldes für den Schutz der Kinder zu sorgen (der Autor hatte 2006 beim BKA pädophile Personen angezeigt die zusammen ein Vermögen von weit über 100 Millionen Euro besitzen!) sondern eine Frage der Initiative.

Und: Nachdem in einem Haus in Bremen der Umgang einer Mutter mit ihren Kindern (von unterschiedlichen Vätern) kaum noch zu ertragen war, wurde ein Schild ans Hausbrett angebracht, es war ein Zitat aus BGB 1631, Abs. 2  und darunter die neugeschaffene kostenfreie Notrufnummer (0800 1921 000). Es wurde daraufhin "ruhiger" und es gab noch einen Nebeneffekt, ein ausländischer Bewohner fragte ganz erstaunt, so sehen in Deutschland die Gesetze aus?

Warum weiß das keiner, warum hängt nicht in jeder Einrichtung wo Kinder sind so ein Schild?


Fehlt auch hier das Geld?


Nochmals: Notwendige Veränderungen müssen dem Staat keinen Cent kosten, man muss nur in der richtigen Höhe und Konsequenz die Verursacher der Probleme für die der Schutz benötigt wird, zur Kasse "bitten", egal wofür der Schutz benötigt wird, ob Kinder- oder Klimaschutz!


Wie geschrieben, Deutschland sieht sich als Wertegemeinschaft mit besonderem Bezug zum Evangelium. Was ist aus der „Nächstenliebe“, dem wirklichen Schutz der Familie, der Empathie geworden?

Feel other Feel!



P.s. soeben ging durch den Nachrichtenticker: Kleinkind auf dem Spielplatz erstochen.

Man kann kaum noch schreien……..


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Der Ost- West Konflikt: Ge(H)- Danken, Historie & Lösungsansätze 


Diese Arbeit wurde am 07. November 2018 den Botschaften der USA, Russland, Frankreich und dem Bundespräsidenten übersandt

und schließlich (mit redaktionellen Änderungen) am 09. November 2018 veröffentlicht und ist ein Teil-Auszug aus dem Buch: Der Ost-West-Konflikt, Ge(H)-Danken, Historie & Lösungsansätze.(R)(C). s.o.


     Allgemeine Vorbemerkung


Am Montag den 16. Juli 2018 teilten die Staatspräsidenten von Russland und den USA auf einer Pressekonferenz mit, dass sie beabsichtigen eine "historische Aufarbeitung" ihres gespannten Verhältnisses vornehmen (lassen) zu wollen.

Auch wenn das Thema zu komplex und so umfangreich ist (zig- Bücher wurden bereits geschrieben und viele  -auch Schulbücher- werden darüber hoffentlich noch folgen) soll in diesem Referat eine skizzenhafte Übersicht über die Historie des sogenannten "Ost-West Konfliktes" dargestellt werden:

Der zeitliche historische Schwerpunkt liegt in dieser Arbeit in der "neueren Zeit", also etwa im Übergang zum 19. Jahrhundert, bzw. kurz vor und nach dem sogenannten 1. Weltkrieg (sogenannt, weil es auch schon vorher Weltkriege gab, wie den Siebenjährigen Krieg 1756-1763).

Näheres über die Entstehung der Konflikte die mit der Entwicklung des Christentums im 2. Jahrtausend zusammenhängen, können in den zahlreichen Büchern vieler namhafter Autoren recherchiert werden (und u.a. auch in dem "Schulbuch": "Das christliche Europa im Anfang des 2. Jahrtausend" des Autors dieser Arbeit, einem Buch welches bereits fertiggestellt war, als sich der französische Staatsführer Macron mit dem deutschen Staatsoberhaupt Steinmeier traf und sie ebenfalls vor der Presse postulierten, dass es für die Historie (neue?) Bücher bedarf).

Die Arbeit besteht aus zwei Bänden: "Der Ost-Westkonflikt: Geschichte", 270 Seiten, druckfertig und "Der Ost-Westkonflikt: Militärbündnisse, Atom(Ab-)Rüstungsprogramm", in Arbeit)



1.Zwischenbericht:

       Der Ost- West Konflikt 

Ge(h)-Danken, Historie & Lösungsansätze



1. TeilGe(h)- Danken


Der Zeitgeist

Angenommen Aristoteles und Platon haben Recht und unsere Erde wird durch sogenannte Äons beeinflusst, dann befindet sich unser Planet unter einem neuem Himmel (wie es im Übrigen auch in den Heiligen Büchern steht) Einem Äon, dem Horus Äon, welches sich im Charakterbild als "Schutzdach" der Familie und des Kindes auszeichnet und welches das wahrlich patriarchische Weltbild (und Weltherrschaft) ablöst. Was würden sich aus dieser Annahme für Erkenntnisse ableiten lassen? Ein Teil wäre, dass sich die Entwicklung des letzten Jahrhundert besser erklären lassen. Ein Jahrhundert welches geprägt war durch einen sagenhaften Wohlstandsschub und einem technischen Zeitgeist, der schließlich -in einer neuen globalen Vernetzung- zur Erde umspannenden Völkerverständigung führte. Ein Zeitgeist, der nach den schrecklichsten Weltkriegen eine neue Weltordnung brachte, mit Charta und Organisation. Die Erkenntnis würde zum anderen Teil dazu führen, dass sich unser "Schicksal" nicht auf eine kurzfristige Erholung, sondern einem langfristigen Konsolidierungskurs befindet. Und diese Feststellungen müsste das alltägliche Handeln des Staates und des Einzelnen beeinflussen.

Die Erkenntnis könnte zur Ethik führen, dass es ein moralisches, wie auch strafrechtliches Vergehen ist, sein Handeln so zu gestalten, dass es zum Schaden anderer wird.


Zu "Nine-Eleven"

Am 11.9.2001 gab es den Anschlag auf die USA, über dessen Hintergründe bis in die Gegenwart viele Spekulationen kursieren. Tatsache ist, dass das Datum nicht zufällig gewählt wurde, denn der 9. November (wie das Datum in Amerika geschrieben wird, erst Monat dann Tag) ist viel zu geschichtsträchtig und vor Allem mit faschistischen Ideologien der zahlreichen "Frei-Korbs" die nach dem ersten Weltkrieg entstanden, verbunden. Den "Frei-Korbs", die dann in der Hitler-SA bzw. Hitler-SS Unterschlupf fanden und nach dem 2. Weltkrieg nicht wirklich konsequent vernichtet wurden und sich daher bis in die Gegenwart restrukturieren konnten, wie auch die NSU-Morde in Deutschland zeigten. Und wenn auch "offiziell" eine angeblich "muslimische Terrorzelle" Ausführende der Anschläge waren (teilweise aus Deutschland kommend), so ist es hinlänglich bekannt, dass Hitler muslimische Prediger, wie den "Obermuffti" von Jerusalem beherbergte und finanziell ausstattete. Nach dem Krieg bekam dieser "Muffti" Unterschlupf in Frankreich und seinen zahlreichen Anhängern wurde nach dem Krieg (ausgerechnet) in Bayern eine Moschee zur weiteren Rekrutierung erbaut. Und es ist auch hinlänglich bekannt, dass die sogenannten "Muslim-Brüderschaften" (und einige Orden) tiefe Verehrung für Hitler hatten, weil seine faschistischen Ideen die "gleichen größenwahnsinnigen Phantasie der Testatoren geschwängerten Machos" beinhaltete, wie der "Panarabismus".(s.a. Buch: Der Nahost-Konflikt, Ge(h)-Danken, Historie & Lösungsansätze, 158 Seiten, des Autors).

Es ist genauso Tatsache, dass die Größe dieses Anschlages nicht nur von den Terroristen verübt wurde, die sich bei dem Anschlag töteten, sondern noch mindestens eine große staatliche Einrichtung beteiligt war.

Aber es ist leider nicht von der Hand zu weisen, dass dieser Anschlag eine ("willkommene") Gelegenheit bot 1/2 Jahr nach Ablauf der Bedingungen zum INF-Vertrag (Verschrottung und Inspektionsrechte liefen am 31. Mai 2001 aus) die nun erforderlichen anstehenden Fragen (was nun, wie geht es in der Abrüstungsthematik weiter) hinaus zuschieben und man die alten Rumsfeld/ Weinstein-Doktrin (beides Minister die tief mit der Öl- und Rüstungsindustrie verschmolzen waren) aus der Schublade holen konnten, um diese "Schurkenstaaten" im vorderen Orient, mit ihren unermesslichem Bodenreichtum (Öl) von "der Landkarte zu fegen" (alles leider original Tenor der Politiker zu Beginn des 21. Jh.).

Hinzu kam, dass man sich für diesen Krieg sicher sein konnte einen breiten Rückhalt zu besitzen, nicht nur bei der amerikanischen Bevölkerung (anders als bei den nerv- und schlafraubenden Protesten der Vietnam-Kriegsgegner), sondern auch bei der überwiegend angenommenen christlichen Mehrheit der Weltbevölkerung. Da waren sich sogar die verfeindeten orthodoxen und römisch-katholische Christen einig, dass es nun darum ging den letzten "Kreuzzug", wie es Politiker forderten, anzutreten (s.a. Buch: der Glaubensstreit im Osiris-Äon, 610 Seiten, des Autors).

Da dieser "Feldzug" weitgehend abgeschlossen ist, gilt es nun umso mehr, den Nährboden solcher Terrorakte herauszufinden, trocken zulegen und eine bessere Saat zu säen.


Zur "jüngeren" Russlandgeschichte

Als der Generalsekretär der KPdSU Michail Gorbatschow endlich nach 4 Jahren seiner Amtszeit (und vielen verlorenen Wetten seiner lieben Genossen, er werde -wie seine vergifteten Vorgänger- bald "das zeitliche segnen" (Redensart für "ableben")) und nach erheblichen Druck der Demonstranten und der positiven Berichterstattung durch die Medien, bei einem Gipfeltreffen in Malta, die Anerkennung seiner Politik durch US- Präsident Bush bekam, wurde der "Kalte Krieg" als beendet verkündet. Eine späte Anerkennung, die Gorbatschow eigentlich zu Beginn seiner Neuorientierung der russischen Politik (Glasnost und Perestroika) als ("ausländisches") Starkapital benötigte.

Als im Jahr 1989 ein neues ("freies") Parlament in der UDSSR gewählt wurde, diskutierte das ganze (Demokratie ungewohnte) Land (natürlich hinter "vorgehaltener Hand", anders als gegenwärtig in den USA, aber so ist Geschichte) welche konspirativen Konterrevolutionäre, bzw. Geheimagenten der USA oder der kapitalistischen Mächte, den Kongress dominieren werden. Es entstand ein Klima des Misstrauens und es verstärkte sich nach und nach in der "stolzen" russischen Bevölkerung und der Partei-Elite der Eindruck, dass Gorbatschows Offenheit und Entgegenkommen gegenüber dem Westen nur dazu führt, dass von der großen Hand die gereicht wurde, immer mehr "Finger" abhandenkommen. "Finger", die in der eisernen, kalten Hand starr und unbeweglich wurden und sich nun nach einem kräftigem Zupacken sehnten. Finger die dann begehrlich von anderen Händen mit anderen "Ringen" (Bündnissen) und "Edelsteinen" (Aus-Rüstung) geschmückt wurden. Nachdem der beste und wertvollste Ring-Finger, die DDR, am 9.11.1989 auch noch abfiel und wieder die versprochene "Braut" -nämlich eine endgültige Friedensregelung und eine Verbesserung des Wohlstandes in Russland-, ausblieb, stattdessen sogar noch das letzte (DDR-) Tafelsilber verhökert wurde (auch um die zugesagten Nachzahlungen aus den Gewinnen der Veräußerungen -für erbrachte "Vorleistungen" der UdSSR- zu umgehen), war das Fass übergelaufen.

Nun besannen sich wieder die Genossen auf Gorbatschows, in seinem Buch "Die zweite russische Revolution", das 1987 erschien, aufgestellte These, nämlich, dass "der Sozialismus niemals untergehe und ewig lebe". Sein deutscher Genosse und "Knutsch-Kollege" Erich Honecker "münzte" das in die "These": "Ochs und Esel in seinem Lauf, hält auch der Westen nicht auf." (nun, der Ochse sucht trotz Beschneidung seinen Spaß und der Esel, stur wie er ist...).

Am 19. August 1991 organsierte ein "Staatskomitees für Notstand in der Sowjetunion" (ob dieses Mal mit Unterstützung des Auslandes, kann wohl eher Präsident Putin bei einem "Kamin-Gespräch" berichten) einen gewaltsamen Staatsstreich, zu dem Zeitpunkt, als Gorbatschow gerade die Umsetzung seiner Vorstellungen zur "Union demokratischer und sozialistischer Länder" organisierte. Aber die politischen Zieh-Söhne, die Gorbatschow für seine Visionen ins Boot geholt hatten, wie Boris Jelzin und die Moskauer Bevölkerung waren da nicht mehr zu bremsen und schließlich scheiterte der Putsch. Wie sagt eine Redensart: "Vorwärts immer, rückwärts nimmer" und wenn der Mensch einmal die Frucht der Freiheit genossen hat, wird er sich mehr davon wünschen. Nachdem Boris Jelzin über Nacht der ganzen Welt bekannt wurde, "dürstet" es Jelzin nach mehr und radikaleren Reformen und die von US-Präsident Wilson proklamierten (zwar nicht von ihm erfunden, aber nachhaltig vorgetragen) Punkte, wie die "Möglichste Beseitigung aller wirtschaftlichen Schranken und Herstellung einer Gleichheit der Handelsbedingungen für alle Nationen ..." finden nun auch im Ostblock Einzug. Das bereits lange, lange vorher -auf einer der zahlreichen Pariser-Friedens-Konferenzen- formulierte Ziel der "freien Souveränität der Völker", findet noch keine Anwendung, aber diesem alten (Ur-)Ziel, fehlte auch der entscheidende Halbsatz, nämlich "....soweit dieses Recht (der Souveränität) in Frieden mit den Nachbarn gelebt werden kann". Am 31. Dezember 1991 endet der imperiale Zentralstaat der Sowjetunion und es entsteht der Übergang zu einem eigenverantwortlichen Staatenbund, beginnend mit den Gründungsmitgliedern Russland, Ukraine und Belarus, den sogenannten SNG-Staaten, die allerdings ökonomisch eher gegen als miteinander ihre Wirtschafts- Interessen planen, was dann schließlich u.a. zum Ukraine-Konflikt führte. Während der Präsidentschaft von Jelzin bildeten sich dann die neuen Staaten des ehemaligen Sowjet-Russland heraus. Nicht alle in dem "freien Gründergeist",  dessen Funken Gorbatschow auslöste, aber die Menschen erhielten eine neue Perspektive und das war nicht "eine Katastrophe" (wie Putin meinte, s. dazu "offener Brief" zum Merkel/Putin Treffen v. 16.8.2018 des Autors), sondern eine für alle Seiten Gewinn bringende Chance! Und diese Chance können die Menschen der ehemaligen Ostblockstaaten nicht mehr unter den argwöhnischen und misstrauenden Augen geschlossener Ideologien-Zirkel, sondern (hoffentlich) den auf Menschenrechte achtenden Augen einer offenen Weltgemeinschaft wahrnehmen. Jelzin erreichte dann noch (meist unter erheblichen Druck) einige friedenssichernde Abkommen mit dem Westen (der Nato), die das russische Militär (naturgemäß und whrscheinlich auch berechtigt) als einseitig und zu Lasten Russlands betrachteten. Die Nato wiederum breitete sich -entgegen der Zusage während der 4 plus 2 Gespräche zur Wiedervereinigung Deutschlands weiter in den ehemaligen Blockstaaten aus. (Anm.: Auch wenn diese Zusage nicht schriftlich fixiert wurde, ist es im kollektiven Gedächtnis der Zeitzeugen noch lebendig, weil der damalige Zeitgeist in der Bevölkerung durchweg davon ausging, dass es nach der Wiedervereinigung auch gravierende positive Schritte der Abrüstung geben wird. Viele sahen logischerweise nach dem Ende des Warschauer Militär-Paktes auch ein Ende der Nato voraus).   

Die Nato mag zwar argumentieren, dass die Länder in denen sie dann ihre Stützpunkte errichteten, wie u.a. Lettland, Ungarn, Polen und Serbien nicht in den Abrüstungsverträgen vorkamen, dass ist aber nicht ganz richtig, denn sie gehörten zu den entmilitarisierten (unter Inspektion stehenden) Ländern. Die Nato braucht(e) die neuen wirtschaftlich prosperierenden Staaten zur Finanzierung ihres Expansion-Krses und die neuen Partner-Regierungen der Nato, brauchen die Nato, um ihre Bevölkerung zu beruhigen (vor einem längst erlegten starken Bären) und zur Schaffung von Patriotismus und Nationalismus (wobei letzteres mittlerweile zur Gefahr des "Europäischen Hauses", einer anderen Gemeinschaftseinrichtung, wurde). Bei der Expansion der Nato und dem Anwerben weiterer Bündnispartner haben die Strategen der Nato aber offensichtlich übersehen, dass die "umworbenen" Staaten, eine ganz andere Vorstellung und andere Interessen mit dem Nato-Beitritt verbinden und ihre Staatsvisionen (z.B. über Staatsgrenzen, die ja "künstlich" nach dem 2. Weltkrieg von Besatzern skizziert wurden) teilweise auf die Zeit vor dem 1. Weltkrieg (Stichwort: "Panslawismus") zurück gehen. Das führte dann (wie ausreichend historisch belegt) zuerst zum Balkan-Krieg. Bei dem zwar die Anwärter der Nato noch nicht Artikel 4 und Artikel 5 "bemühen" konnten (was zur Katastrophe geführt hätte), aber dennoch den Westen (vor allem Holland, das sich als Interessenvertreter (und Schutzmacht) der Balkanländer engagierte) in "peinlichste Situationen" brachte (wenn man das Wort "peinlich" überhaupt im Zusammenhang mit Völkermord nennen darf). Russlands (gemäßigtes) Militär und die noch bestehenden diplomatischen Verbindungen sprangen dem Westen zur Seite ("SFOR" und "KFOR"-Missionen). Die Nato "bedankte" sich, indem sie am 28.5.2002 den "Nato-Russland-Rat (NRR)" schuf. Nachdem der "Moskauer Geist" (Jelzin) wieder von dem "Petersburger Geist", namentlich durch Präsident Putin, ersetzt wurde, kommt es erneut zu Spannungen. Auf der Sicherheitskonferenz in München im Jahr 2007, wo seit langem die Rüstungsverkäufer Schlange stehen und die westlichen Militärberater hochdekoriert und mit aufgepumpten Brüsten ihre Stärke und Überlegenheit demonstrieren, erkennt der eingeladene Präsident von Russland, dass der eingeschlagene Kurs der "Umarmung Russlands" sich immer mehr als "falscher Bruderkuss" entpuppt, weshalb Putin zu Protokoll gibt, das die Nato-Pläne "eine Provokation" gegen Russland sind. Nachdem Dmitri Medwedew auf diese Provokation im Jahr 2010 eine neue russische "Militär-Doktrin" erlässt, kommt es Ende 2010 in Lissabon zu einem weiteren Treffen zwischen der Nato und Russland, auf dem der russischen Seite angeboten wird, sich an einem "Raketenabwehr-System" der Nato zu beteiligen. Das System soll in einem der ehemaligen Ostblockstaaten installiert (und mitfinanziert) werden, was in Russland als erneute Provokation betrachtet wird. US-Präsident Obama, der mittlerweile dank finanzstarker Fundation ("wir können nach einem Schauspieler auch einen Schwarzen inthronisieren") interessiert sich - in der Außenwahrnehming- nicht wirklich für Weltpolitik, sondern eher dafür wo er wie strahlend im Licht steht. Seine Förderer haben dafür gesorgt, dass er den unter Politikern heiß begehrten Preis (und der als höchste Auszeichnung die man während der politischen Laufbahn erhalten kann gilt), den noblen "Friedensnobelpreis" als Vorschusslorbeeren erhält (was sich später für das Komitee "rächt", da ausgerechnet die Literatur-Sparte in einem Sexskandal versengt), weshalb es nicht wirklich der Mühe bedarf, irgendwo <in der Welt (Nah-Ost, Ukraine, Syrien etc.) laut "auf den Topf zu hauen". Er trifft sich mit Putin erst nach 2 Jahren seiner Amtszeit am Rande der UN-Vollversammlung, aber an einem wirklichen Gesprächsstoff scheint es zu fehlen. Die Folgen der Weltwirtschaftskrise, die Obama während seiner Amtszeit begleiten, wurden von der Wirtschaft stillschweigend "intern" geregelt. Die Rechnung zahlt (wie immer) der kleine Bürger, einen grroßen Anteil (200 Milliarden) die Deutschen. Von Obama gibt es wenigstens mit der Krankenversicherung, ein "Trostpflaster" (was die nun neuerweckten "Heilsbringer" (Versicherungsvertreter) nicht daran hindert, in typisch neo-kapitalistischer Manier, aus diesem Trostpflaster ein rießen Geschäft zu machen).

Mit der überraschenden Wahl von US-Präsident Trump, der sich in der internationalen Presse ja nicht "zufällig" einer Generation gegenüber sieht, die ihre Visionen von einer anderen Welt aus Science-Fiction Medien (nicht alles, wie sich herausstellt, war "Face-News") begann ein "Politik-Wechsel". Doch dann fährt Trump einen fraglichen Kurs, wenn er sich (leider zu) häufig -wie seine republikanischen Vorgänger (z.B. Bush als er in seiner Anmaßung zur Begründung eines Golfkrieges behauptete "Gott will es")- um den Segen Gottes bemüht, dann aber Gottes transzendentes Handeln, wohl doch eher als Amtsanmaßung gegen "den freien Willen" (über den ja schon viel in Theologie und Philosophie gegestritten wurde) der weltlichen  Herrscher betrachtet, statt zu erkennen, das Gottes Wirken nur die Wiederholung alter, aber liebgewonnener Botschaften ist, und in seinem Handeln diesen real Realismus nicht die entsprechende Würdigung zukommen läßt.

Er trifft sich mit seinem russischen Kollegen in Helsinki, wo einige Monate später die größte Nato-Operation seit Ende des "Kalten Krieges" stattfinden wird, nicht um mit Putin das "Sinatra-Lied" anzustimmen, sondern um zu testen wie das "Klima" ist. Dafür wird er massiv in Amerika von der Presse "angeschossen" (wie das in der Branche so genannt wird), weil außer dem Thema über Russlandgespräche (inhaltlich ging es wohl um "Adoptionen", da hätte natürlich auch Altkanzler Schröder behilflich sein können, vielleicht ging es auch um Sodom und Gomera) die Nachrichtenlage derzeit in den USA recht "trocken" ist.

Aus diesem Treffen kam dann aber die Anregung zu dieser Arbeit und es besteht die Hoffnung, dass es beim nächsten Treffen der beiden Leaders, während der nächsten Pariser-Friedensgespräche, vielleicht schon die ersten Erkenntnisse gibt.     


Zu den Abrüstungsbemühungen

Was nützen Abrüstungs-Verträge über Reichweiten, wenn man innerhalb weniger Tage oder sogar Stunden, die "Distanz" mittels mobiler Abschuss Plattformen "überbrücken" kann (wie bei Flugzeugträgern, U-Booten oder neuerdings mit "Drohen" und "Satelliten".

Was nützen bilaterale Verträge, wenn diese durch Bündnispartner, oder Länder ohne (klare) Bündnisverpflichtungen umgangen werden können (wie die Anschaffung der Bauteile für eine Atombombe für Pakistan -übrigens unter den Augen des CIA, Stichwort: Holland).


Was nützen Abrüstungsverträge, wenn es weiterhin zur Strategie der Militärplaner gehört, sich strategische Meeres-Häfen (s. dazu "Meerengen Politik",  u.a. "Krimkonflikt") und Flughäfen zu sichern. Es ist ein "wirtschaftlicher Irrsinn" (der selbst von sogenanntem kapitalistischen, auf Gewinn fixierte Leaders mitgetragen wird) landschaftliche Gebiete zu verunstalten (und abzusperren), die dem Staat Einnahmen aus Wirtschaft und Tourismus bringen könnten. Es ist ein noch größerer "geopolitischer Irrsinn" dringend benötigte Ressourcen für den wirtschaftlichen Wachstum und dem Wohlergehen der eigenen Bevölkerung auszubeuten, um sie dann (überwiegend) nutzlos in den Militär-Depots zu stapeln (und verrosten zu laassen) und wenn sie benötigt werden zu zerstören.


Was nutzen Abrüstungsvereinbarungen, wenn man in der eigenen und der Weltbevölkerung dafür nicht ein entsprechendes politisches "Klima" schafft, sondern im Gegenteil mit Polemik und ur-uralten Ressentiments die Stimmung anheizt, teilweise um von innenpolitischen Misserfolgen abzulenken, entgegen der Verpflichtung aus der UN-Charta alles zu unterlassen, was dem Frieden entgegen wirkt (es wird mal Zeit, dass gegen diese Vertragsverletzung sich ein ranghoher Politiker in Den Haag verantworten muss!). Es macht auch keinen Sinn, sich derzeit Vertragsverletzungen zu unterstellen. Diese gab es von beiden Seiten, teilweise auch ohne Wissen der Regierungsverantwortlichen, weil sie u.a. von Rüstungsforschern erfolgen, die aufgrund von fehlenden strafrelevanten Vorschriften (Regulierung) vorgenommen werden. Es macht aber vielmehr Sinn der (Welt-)Öffentlichkeit zu erläutern, dass Verträge gekündigt werden, weil sie nicht mehr den zeitlichen (technischen) Veränderungen entsprechen (und diese Kündigungen juristische und politische, aber nicht arglistige Hintergründe haben).

Am 18. März 2018 präsentierte Putin ein visionäres Verteidigungssystem, das das ungleiche militärische Kräfteverhältnis bei den Militärausgaben von 1: 10 mittels einer neuen (phantasievollen) Technik "relativieren" soll. Ein Kräfteverhältnis das übrigens wenn man es wirklich in Relation gegenüber stellen würde, gar nicht so einseitig "zu Gunsten" einer Macht ausfällt. Russland hat nur 1/10 der Bevölkerung, wie die USA, auch wenn es im Landmassenvergleich die umgekehrte hier größere Rolle einnimmt, die es zu verteidigen gilt. Und da Russland nur 1/10 der Bevölkerung hat, kann es aus den Leistungen der Menschen (bzw. der Wirtschaft) auch nur 1/10 im Verhältnis der Gesamtverteidigungsausgaben beider Nationen erbringen. Aber damit erbringen die Bürger beider Mächte eine "Opfergabe", einen gleich hohen "Zoll", für ein Sicherheitsbedürfnis, das ausgerechnet von den "Machern" ständig torpediert wird (welcher Frosch, legt schon seine unendlich sprudelnde (Einnahme-) Quelle trocken), die sich an diesem System eine goldene Nase verdienen und dann noch häufig ihre wucherhaften Gewinne in Steuerparadiese verschleiern. Es sind die "Macher" dieses Systems, die den Politikern und der Öffentlichkeit ständig mit dem Verlust von Arbeitskräften drohen, aber keine "Strubel" haben, dass ihre Arbeitnehmer mit den Waffen (im Krieg) umgebracht werden, die sie ohne öffentliche Ausschreibung mit phantastischen, diktierten und unkontrollierten Verkaufspreisen, unter Verschwendung lebenswichtiger und wohlstandsichernden Ressourcen, herstellen. Es sind die "Machos", die um die ganze Welt reisen um ihre Produkte unterzubringen, egal welches mörderische Staatssystem regiert oder es sich bei den Käufern um terroristische Mörderbanden handelt.   

Es ist eine lange erfolgreich propagierte (heute heißt es Marketing) "Mär", dass mit der Reduzierung der Rüstungsindustrie auch Arbeitsplätze wegfallen, oder der Exportüberschuss schrumpfen würde. Arbeitsplätze würden nicht wegfallen, sondern in andere Branchen verlagert.

In Deutschland gibt es weltbekannte Textil- und Schuhfabrikationen, die mussten im Krieg Soldatenstiefel und Uniformen herstellen, wofür sie sogar zusätzliche Arbeitskräfte (damals sogenanntes "arbeitsscheues Gesindel" und Zwangsarbeiter, heute würde man sie wahrscheinlich 1-Euro Jobber nennen) zugewiesen bekamen. Nach dem Krieg haben sie sich ihr übergestülptes militärisches Kleid abgelegt und befinden sich nun nicht nur mit ihren Produkten an der (Export-) Weltspitze, sondern auch mit ihrem ausgezeichnetem Personalmanagement.

Es ist nur die Schwermetall-Industrie, die sich "schwer" tut ihre Geschäftsmodelle umzustellen, warum auch, das (Geld, Öl, die Profite) fließt wie am Band.....

Dafür gäbe es genügend Alternativen, wenn man statt des Krieges, den Tourismus im Auge hat.


Eine „andere Welt“ oder die Frage nach der „Empirischen Evolution“

Bevor nachfolgend Lösungsansätze vorgestellt werden, sollte erst einmal "Inne" gehalten werden und die Frage analysiert werden, wie die Welt heute aussehen würde, wenn es nicht diese Historie gegeben hätte.

Wenn sich nach dem Ersten- Weltkrieg z.B. nur der (Neo-) Kapitalismus durchgesetzt hätte. Ein kapitalistisches Russland, ein kapitalistisches Europa, ein kapitalistisches China und Amerika.

Alle diese Staaten mit einem "Heißhunger" auf schnellen Wohlstand, Luxus und Reichtum, auf hohen Wirtschafts- und Bevölkerungszuwachs.

Wie hätte die nächste Weltwirtschaftskrise ausgesehen, was wäre noch von Afrika?

Und überhaupt sollte bei diesem "Inne-Halten" mal darüber intensiver nachgedacht werden, wer bei diesem "Bipolaren-Systemstreit" zwischen "Ham" und "Cem" (um einen biblischen Kontext zu zeigen) die "Leid-Träger" waren und sind!

Angenommen in der Historie gäbe es ein Jahrhundert (so lange dauerte der Krieg zwischen Frankreich und England), also nicht ein Jahrtausend (wie es fälschlicherweise aus der Bibel (Buch: Offenbarung) überliefert ist), wo in diesem Jahrhundert der "Satan" (a. Beelzebub, Teufel etc.) regiert, wie es u.a. im Heiligen Buch des Korans (u.a. 4 & 8. Sure) prophezeit wurde, und dieses Jahrhundert, dieser "Alptraum" spielt sich in einem Zeitfenster (20. Jahrhundert) ab, das falsch berechnet wurde (weil das erste Jahrhundert nicht mit Null berücksichtigt wurde), und den (Über-Lebenden) Generationen wird eine einzige (Prüfungs-) Frage gestellt, eine Frage wie es aus einigen Mythologien überliefert ist, vor einem Orakel, einer Brücke oder eben einem "Jüngsten Gericht" und diese einzige Frage lautet: "Was haben Sie [aus der Historie] gelernt [um nicht blutverschmiert mit ihrem Antlitz] vor Gott [und seinen Menschen-Kindern] zu bestehen?

Das ist die Ausgangsfrage, die sich auch nach 100 Jahren und vielen Pariser (Friedens-) Konferenzen stellt, auch am 11.11.2018.   



3. Teil (in diesem Skript vorgeschoben)Lösungsansätze


1.) Es soll gemäß dem einstimmigen Beschluss und völkerrechtlich bindenden Abkommen der Siegermächte während der "Potsdamer Konferenz" 1945 ein "Ständiger Rat der Außenminister zur Ausarbeitung von Friedensverträgen" eingerichtet werden, der innerhalb eines genau definierten Zeitplanes [der den UN- Gremien vorgelegt wird] Friedensverträge für bestehende Kriegsregionen (das gilt auch für Regionen, in den die Kampfhandlungen eingestellt sind oder Waffenstillstandsabkommen bestehen) ausgearbeitet und den UN Gremien zur Beschlussfassung vorlegt werden.

Als Präambel der Verträge dürften die Punkte 1- 4 des Wilson-Planes noch immer hilfreich sein.


Anmerkung: Dieser Prozess impliziert eine stärkere Mitwirkung der UN, die ja nach der "Atlantik- Charta" und der Gründung der UN für die neue Weltordnung (Friedensschaffung und Friedenssicherung) die Verantwortung trägt und die derzeit (zu Recht!) von vielen Staaten kritisiert wird, weil sich in den wichtigen Gremien viele Delegierte befinden, die auf einen lukrativen Posten (1. Klasse Flüge rund um die Welt, wenig Kontrolle, höchster diplomatischer Status, Immunität etc.) abgeschoben wurden und mehr von "Vettern-Wirtschaft" verstehen, als von internationaler Politik. Obwohl eigentlich in diesen UN Gremien die "honorigsten" (angesehenste und gebildete) Persönlichkeiten der (Entsender-) Länder vertreten sein sollten.

2. Anmerkung (Randnotiz) Alle Parteien die sich um Frieden bemühen sind gut beraten, wenn entsprechende Verhandlungen ohne Religions-Vertreter stattfinden (und die Religion dort lassen wo sie hingehört, als reine private (!) Herzensangelegenheit und nicht als Staatspolitik (wozu das führte lehrte die Geschichte).


2.) Neben deme ebenso wichtigen Gremium für Friedensverträge und Friedenssicherung muss es ein UN-Gremium für Fragen der internationalen Sicherheit geben. Dieses Gremium ist ein politisches Gremium. Neben der Analyse von bestehenden oder sich anbahnenden Konfliktsituationen der Mitgliedsländer hat dieses Gremium auch die Funktion der Konfliktschlichtung.


3.) Als Dritte Säule dieser neuen Weltordnung müssen die bereits bestehenden und die noch zu schaffenden internationale (Schieds-) Gerichte eine Belebung und Stärkung erfahren.


4.) Neben diesen drei Säulen gibt es weitere sogenannte "Trägerfunktionen" ("Schirmherrschaften") der UN, die sich teilweise auch schon herausgebildet haben, wie bei internationalen Fragen über das Klima, dem Umweltschutz, der Völkerwanderung (u.a. Flüchtlingsströme), der Ernährungssicherung, des Katastrophenschutzes etc.


5.) Auf der Grundlage der Den Haagener-Konferenzen und den Genfer Abrüstungskonferenzen müssen weitere internationale Abrüstungskonferenzen stattfinden, deren Teilnahme für alle UN-Mitgliedsländer verpflichtend ist. Grundlagen könnte der Kellogg-Pakt bzw. der Rapacki- / Eden- Plan sein.


6.) Das erfolgreiche Bündnis gegen den religiösen Terrorismus muss zu einem dauerhaften, starken Pakt gegen das Unrecht auf dieser Erde werden, dazu zählen der Kampf gegen die Drogenmafia, gegen den Menschenhandel, gegen Kindesmissbrauch (jeglicher Art), gegen internationale Wirtschaftskriminalität etc....

Dieser Pakt muss eine Agenda haben, die festlegt in welchem Zeitraum, welche Probleme, wie angegangen werden (z.B. in 3 Jahren darf es weltweit keinen sexuellen Missbrauch von Kindern geben, in 10 Jahren muss das Drogenproblem gelöst sein etc.).

 

7.) Letztendlich bedarf es wieder ein internationales Gremium (aus Politikern, Wissenschaftlern Philosophen), das ähnlich der ehemaligen Bedeutung des "Club of Rome" sich über weltpolitische (bestehende und zukünftige) Ereignisse austauscht. Es gibt zwar zahlreiche solcher Debattier-Clubs die in Nischenecken über die Welt nachdenken, ihnen fehlen aber eine Vernetzung und vor Allem eine internationale Reputation, die sie nur durch die Moderation durch die UN erhalten würde.

Die „Internationale Sicherheitskonferenz“, die sich eigentlich mal auf eine neue Rolle der Nato verständigen wollte, das Anliegen aber zu Gunsten von Nato-Erweiterungen und Aufrüstung in alle Ewigkeit verschob, erfährt mehr (mediale) Aufmerksamkeit, als die Ideen zum Frieden.

 


Bremen November 2018

Ralf Pierre



Historie (Zusammenfassung des Buches):


A. Russland vom 19.bis 20. Jahrhundert


In dieser Arbeit wird die Historie Russlands mit Beginn des 19. Jahrhunderts betrachtet. Zum Einem stellt die vorindustrielle Epoche einen gravierenden Einschnitt in die Geschichte der Entwicklung der Menschheit ("Empirische Evolution") dar, zum anderen beginnt in diesem Zeitraum der Wandel hin zu einem neuen Zeit-Äon, dem sogenannten Horus- Äon (1900 bis 4060 n.Chr., Bd.1, Kap. Angang)

Zu den Großereignissen die Russland betreffen gehört der Napoleonfeldzug (1812, Bd.1, Kap. II.d.). Zwar gelang es Napoleon nicht Russland zu erobern, vielmehr zeigte dieser Krieg schon den Zusammenhalt und die Opferbereitschaft des russischen Volkes, aber dennoch sind mit dieser Invasion der Franzosen viele Ideen der französischen Revolution (z.B. Code Zivil) über ganz Europa bis nach Russland gelangt und diese Ideen entzündeten (Freiheits-) Bewegungen, dessen Energien noch lange Zeit nachwirkten. Mit den Friedens- Verhandlungen in Wien 1815 begann die erste Neuordnung Europas im 19. Jahrhundert aus der das "Pentarchie-System", das auch "Europäisches Konzert der Großmächte" genannt wird,  mit dem Ziel "eines Gleichgewichts der Kräfte", entstand.

Zu einem weiteren großen Ereignis dieser Zeit - das bis in die Gegenwart noch aktuell ist- gehören die Krimkriege 1853 und 1856 (Bd. 1, Kap.II.i.a.), sie waren gleichzeitig die ersten beiden Kriege, die am deutlichsten zeigten, wie sich nunmehr religiöse Motive mit dem imperialistischen Großmachtstreben vermischten.

Der Krieg brachte mit dem "Pariser-Frieden" vom 30. März 1856 die zweite neue europäische Ordnung, die zu einer neuen Machtkonstellation führte und Russland als bislang führende europäische Kolonialmacht seine Vorrangstellung an Frankreich abgeben musste.

Der Krimkrieg hatte nach der deutschen Kaiserkrönung (1871) noch diverse sogenannte "Kabinetts-Kriege", die später auch als "Stellvertreter-Kriege" bezeichnet wurden, zur Folge und führte schließlich u.a. auch zum 10. Russisch-Türkischen Krieg im Jahr 1878. Um diesen Konflikt beizulegen, versuchte der deutsche Kanzler Bismarck auf der Berliner Konferenz (13.6.-13.7.1878) einen Interessenausgleich zwischen den Kriegsparteien auszuhandeln, der jedoch ebenfalls bis in die Gegenwart zu Konflikten im bzw. am Balkan führte, weil er durch diktatorische Kompromisse zum Nachteil der kleineren betroffenen Staaten führte (Bd. 1, Kap. II.j.b.). Bismarcks doppelzüngige Außenpolitik der "Fünf Kugeln"  mit geheimen Rückversicherungsverträgen (geschlossen 1887, beendet 1890) und dem bewussten Bruch von Völkerrecht (Zollunion mit Italien gegen Bündnispflicht mit Österreich, Krieg gegen Österreich und Frankreich etc.) zwang Russland zu unterschiedlichen Bündnissen (und Bündniswechseln um nicht selber zur "Ziel-Scheibe" zu werden).

1899 wurde auf Anregung des russischen Zaren Nikolaus II. und auf Einladung der niederländischen Königin Wilhelmina in Den Haag eine Konferenz "zur Abrüstung und der Entwicklung von friedlichen Regelungen für internationale Konflikte", die vom 18. Mai bis zum 29. Juli stattfand und an der 26 Staaten teilnahmen, einberufen. Sie brachte wegen unüberwindbaren Differenzen über Textformulierungen durch kleinkarierte, eitle und aufgeblähten Juristen kein Ergebnis.

Zum Ende des 19. Jahrhunderts musste Russland im Pazifikraum der königlichen Dynastie von Korea zur Hilfe eilen, dass von Japan überfallen wurde. Neben Japan hatten auch die USA imperialistische Ziele im Pazifik (Stichworte: Schwarze Schiffe, Morrison Zwischenfall, General Sherman Affäre etc. -s.a. Das Buch: Der Korea-Konflikt Ge(h)-Danken: Historie & Lösungsansätze des Autors).

Russland verlor den Japan-Russland-Krieg (1904/1905).

Dieses schwächte die innenpolitische Situation des Zaren und es begannen Revolutionen (1907).

Nochmals versuchte der Zar eine internationale Vereinbarung zur Vermeidung von Kriegen zu erreichen und lud vom 15. Juli bis zum 18. Oktober 1907 zu einer zweiten Abrüstungs-Konferenz in Den Haag ein, an der diesmal 44 Staaten teilnahmen. Sie konnten sich jedoch nicht auf Abrüstungsschritte einigen und scheiterten an der Einführung einer obligatorischen Schiedsgerichtsbarkeit wegen des Erfordernisses der Einstimmigkeit an der deutschen Ablehnung, der sich auch der deutsche Bündnispartner Österreich-Ungarn, die Türkei und einige kleinere Staaten anschlossen.

Mit diesem weiteren außenpolitischen Scheitern verschlechterte sich der Rückhalt der Russen hinter dem Zaren und führte schließlich zur Oktoberrevolution (1917, Bd. 1,  Kap. III.c.d.)

 




B. Der Panslawismus

Nach dem Krimkriegen entwickelte sich die Panslawismus- Bewegung (Bd. 1, Kap. II.b.) die die Politik Russland in den folgenden Jahren prägte. Der Panslawismus entsprang den Ideen des Nationalismus und der Romantik, wobei letztere im Gegensatz zur Aufklärung und zum Rationalismus die politische Einheit und Souveränität mit der kulturellen Homogenität gleichsetzte. Die Ziele der Panslawisten reichten vom kulturellen Austausch zwischen den slawischen Völkern über einen losen Staatenbund bis zur Errichtung eines homogenen slawischen Staates (z.B. Groß-Serbien). Die Frage nach den Grenzen eines slawischen Reiches wurde heftig diskutiert, Russland hielt sich ursprünglich aus der Bewegung heraus, weil es gleichzeitig Besatzungsmacht in slawischen Staaten, wie etwa in Polen, und Verbündeter der Habsburger war. Einen wesentlichen Anteil an der Gründung der Bewegung hatten die „Slawophilen“, die sich jedoch ursprünglich nur auf Russland konzentrierten. Erst mit dem Verlust des Krimkrieges machte sich auch Russland die panslawistische Bewegung zu Eigen, um seinen Einfluss in Mitteleuropa und auf dem Balkan im Zuge des wachsenden Imperialismus zu stärken.

Ähnliche Pan-Bewegungen gab es für ein Groß- oder Kleindeutsches Reich. Auch die Führungsrolle Preußens im Deutschen Reich ab 1871 findet eine gewisse Entsprechung im russischen Führungsanspruch über alle slawischen Völker oder auch jenem Serbiens über die Slawen auf dem Balkan. (In Deutschland entwickelten sich aus dieser Ideologie erst die „völkischen Bewegungen“ und später Hitlers Anspruch einer erwählten „Arischen Rasse“. In arabischen Ländern ist auch in der Gegenwart noch ein starker „Panarabismus“ vorhanden.)


C. Russlands Kriegseintritt 1. Weltkrieg


Das Attentat von Sarajevo (1914, Bd. 1, Kap.III) zwang Russland zur erneuten (nach den Krim-Kriegen) Bündnisverteidigung, als Schutzmacht der Slawen und des orthodoxen Christentums, bzw. der christlich- orthodoxen Monarchien, die sich seit über 1500 Jahren (seit dem "Arianismus-Streit") in einem (meist blutrünstigen) Kampf mit den christlich- römischen Monarchien befanden.


D. Der Bolschewismus


Der Bolschewismus, also der Kampf um eine staatliche (proletarischen) "Mehrheit", wie das Wort aus dem russischen zu übersetzen ist (Bd. 1, Kap.III.c.c) zog nunmehr Einzug in Russland. Seit den ersten Aufständen der 40.000 Tuch- bzw. Textilarbeiter im Jahr 1904 hatten sich im ganzen Land Deputiertenräte (russ.: Sowjet) gebildet und ausgebreitet. Einer ihrer Sprecher war Wladimir Iljitsch Lenin, der sich 1917 im Schweizer Asyl befand. Der deutsche Kaiser Wilhelm II., dessen Verwandter der russische Zar Nikolaus II. war, unterstützte die Aufmüpfigen Zarengegner, indem etwa das Auswärtige Amt am 1. April 1917 beim Reichsschatzamt fünf Millionen Mark "für politische Propaganda in Russland" beantragte und zur Verfügung stellte. Außerdem organisierten die Deutschen die Rückreise Lenins von der Schweiz nach Russland in einem verplombten Zug, weil sie sich eine weitere Destabilisierung Russlands erhofften, um daraus an der Ostfront militärischen Nutzen zu ziehen.





E. Das Kriegsende


Wie weit Lenins Wirken und das seiner Kampfgenossen maßgeblich am Kriegsende (9.11.1918, Bd. 1, Kap.IV.) war oder der Druck des US-Präsidenten Wilson mit seinem 14. Punkte Plan (Bd. 1, Kap. IV.a.) den Final-Punkt gab, der dann zur Abdankung des Kaisers führte (Bd. 1, Kap.IV.b) ist bei Historikern umstritten. Bekanntlich entstand -nach der Novemberrevolution und den Spartakisten-Aufständen- dann in Deutschland die sogenannte "Weimarer-Republik".

 

F. Zwei Weltanschauungen


Nach dem 1. Weltkrieg, dem "Wegfegen" der Monarchien, die sich auf göttliche Legitimation und göttliches Gnadentum beriefen, dessen Gott sich dann aber doch auf den Blutackern von seinen weltlichen hoch erhobenen Herrschern verabschiedete, entstand in Europa ein politisches Vakuum. In diesem Vakuum standen sich nun zwei unterschiedliche Weltanschauungen von politischen Systemen gegenüber (Bd. 1, Kap. III.c.). Eines dieser Systeme, das man später "Kapitalismus" nennen wird, hatte eine längere Tradition und entstand in Übersee, den USA. Das andere System, das man später "Kommunismus" nennen wird, hatte zwar eine "bewegte" Geschichte in Europa (Bd. 1, Kap. III.c.a.) aber keine praktische Erfahrungen. Besonders in dem Teil des europäischen Kontinents, in Russland, wo es nun angewendet werden sollte, fehlten jegliche demokratische Erfahrungen wie es sie teilweise in West-Europas gab (nach der französischen Revolution 1789, den Versuchen des deutschen Parlamentarismus (1848, Bd. 1, Kap.II.f.) oder der britischen Mehrkammer-Politik).

Als man im größten europäischen Teil des Kontinents die Sowjet-Union gründete, wurde sie zwischen 1918-1922 von 14 internationalen Invasionsmächten bekämpft. Jedoch konnte auch diese Übermacht die "Revolution" nicht stoppen. Allerdings führten die Neuordnung der Sowjet-Union und der Widerstand gegen die Eindringlinge dazu, dass Russland nach dem Ende des 1. Weltkrieges nicht (weltpolitisch spürbar) am Verteilen der Kriegsbeute, also den Verhandlungen zum "Versailler Vertrag" (1919, Bd. 1, Kap. IV.d.) teilnahm.

Dafür blieben Russland dann auch (zum großen Teil) die wirtschaftlichen Verwerfungen (Weltwirtschaftskrise, 1929, Bd. 1, Kap.V.) "erspart".

Da der Schwerpunkt der "Versailler Verträge" Europa war, d.h., eigentlich wer in Europa für welche Kriegskosten (Rüstung, Kredite -vor allem aus den USA) aufkommt, wurden auch (fast) keine Lösungsansätze für Probleme gesucht oder gefunden, die sich aus dem Imperialismus bzw. aus der Kolonialzeit der Monarchien ergaben. Schließlich galt der Wilson-Plan (freier Handel der Völker...) ja auch für die Kolonialgebiete, die -wie zu erwarten- nach und nach sich für unabhängig erklärten. Ob ein fehlender Wille zur Lösung dieser Kolonialfragen oder aber weiter bestehende Imperialismus-Interessen der Siegermächte "Schuld" daran waren, ist historisch strittig. Wie geschrieben; der Wilson-Plan wurde allgemein akzeptiert, auch am 5.11.1918 (in Vorfriedensgesprächen) von Deutschland, auch wenn der französische Ministerpräsident mit seinem routinierten Zynismus dazu anmerkte: " Gott gab uns die 10. Gebote. Wir haben sie gebrochen. Wilson gab uns die 14 Punkte. Man wird sehen..."


G. Nach Versailles


Während die Siegermächte im westlichen Europa über Pfund, Franc und (mittlerweile) Pfennige stritten, sammelte die neue Regierung in Russland aus allen Ecken und Winkeln der Welt alteingesessene und blutjunge Linke um ihre Ideologie, des "Internationalen Kommunismus" (Komintern) schmackhaft und kampfbereit zu machen und weltweit "Partisanen-" und "Guerillas"-Kampfeinheiten für den "proletarischen Endsieg" zu mobilisieren.


Der französische Ministerpräsident Clemenceau reagiert darauf mit der Überzeugung, dass die Sowjetregierung "die abscheulichste, barbarische sei, die jemals ein Land der Erde verwüstet hat. Deshalb sollte der Bolschewismus mit Stacheldrahtzaun umgeben werden". Aus dem Stacheldrahtzaun wurde der "cordon sanitaire", ein langgestreckter Gürtel kleinerer Staaten von der Ostsee bis zur Adria. Keines der neuen Staaten war ein klassischer Nationalstaat, sondern sie waren am Pariser Schreibtisch gezimmerte Länder mit vielen unterschiedlichen (teils verfeindeten) Volks- und Religionsgruppen. "Wir haben überall Grenzen und damit die nationale Staatshoheit zu ändern. Es gibt nichts, das größere Gefahren in sich birgt!" stellte Wilson in Versailles am 27. 3. 1919 fest und sollte Recht behalten.


H. Der Vertrag von Rapallo


Mit Beginn des Jahres 1922 trat in der Weimarer Republik Walther Rathenau ins Kabinett und erreichte nach kurzer Zeit, dass am 16.4.1922 mit der Sowjetunion der "Vertrag von Rapallo" geschlossen  wurde (Bd. 1, Kap. IV.e.), in dem beide Seiten auf sämtliche gegenseitige Forderungen (aus dem Ersten Weltkrieg) verzichten. Ein "Haken" (nämlich: Art.5 des Vertrages) der besiegelten Zusammenarbeit war aber, dass die Deutschen nun zusammen mit den Russen (und in Russland) die Rüstung ausbauten (u.a. Chemiewaffen in Tomka und Flugzeugbau bei Moskau), was nach dem Versailler Vertrag den Deutschen strikt untersagt wurde (und Deutschland für das Rüstungsgeschäft Öllieferungen aus Russland bekam und dadurch von den britischen und amerikanischen Kartellen unabhängiger wurde.) Walter Rathenau wurde wegen der Zusammenarbeit mit den Russen am 24.6.1922 von einer der zahlreichen "Frei-Korps", der rechtsextremen "Organisation Consul" erschossen, wie u.a. auch Matthias Erzberger, der den Vorfrieden in Versailles ausarbeitete.


Rathenaus Nachfolger wurde Gustav Stresemann, der zusammen mit seinem französischen Kollegen Braind im Jahr 1925 den sogenannten "Locarno Vertrag" aushandelte, der "längst der ganzen Grenzen im Westen und im Osten eine entmilitarisierte Zone" geschaffen hat, bzw. schaffen sollte. Höhepunkt der Zusammenarbeit der beiden Außenminister war das Zustandekommen der Unterzeichnung des sogenannten "Kellogg-Paktes", in dem "der Krieg als Instrument der nationalen Politik geächtet" wurde.


I. Nach Hitlers Machtergreifung


Nach der Machtergreifung Adolf Hitlers im Januar 1933 schlossen Russland und das faschistische Deutsche Reich einen Nichtangriffspakt, ausgerechnet das faschistische System, das im eigenem Reich die "Roten Genossen", sozialistische Schwester und Brüder, verfolgte und ermordete.

Am 1. September 1939 schockierte Hitler dann nicht nur den überrumpelten und ungläubigen Stalin, sondern die ganze Welt, in dem Hitlers Truppen in Russland einfielen (Bd. 1, Kap. VI.). In den USA war man nicht ganz so überrascht, dort arbeitete man bereits seit dem Frühjahr 1939 an den Kriegsstrategien der fünf "Rainbow-Pläne", die den überholten "War Plan Orange" ablösen sollten (Bd.1, Kap. IV.a.). 

Am 27. September 1940 unterzeichnete der sogenannte "Dreimächtepakt" aus Italien, Japan und dem Deutschen Reich (das Jahre zuvor Österreich "angeschlossen" hatte) den sogenannten "Antikominternpakt" der vorsah die faschistische Ideologie und Herrschaft, gegen die kommunistische Ausbreitung, militärisch durchzusetzen.


J. Die Alliierten


Nach der Wiederwahl von US- Präsident Franklin D. Roosevelt (1940) und dem Kriegseintritt der USA, nach dem Angriff auf Pearl Harbor (1942, Bd. 1, Kap. VI.a.b.) wandte sich die USA, über diplomatische Kanäle der Briten, an Stalin. Ein gemeinsamer (neuer) Feind schweißt auch unterschiedliche Ideologien zusammen, das lehrte schon das Alte Testament (Bibel).

Am 14. August 1941 wurde die "Atlantik Charta" veröffentlicht (Bd. 1, Kap. VI.a.a.) die in 8 Punkten eine neue Nachkriegsordnung skizzierte und am 24. September 1941 von der Sowjetunion und neun Regierungen des besetzten Europas unterzeichnet wurde (die USA und Großbritannien waren Erstunterzeichner).

Die USA belieferten nun Russland mit Rüstungsgütern im Wert von 1 Milliarde US Dollar (Moskauer Protokoll v. 29.9/ 1.10.1941) und man tauschte sich über die Kriegsstrategien aus (u.a. 12.-17.8.1942). Man kann schon davon ausgehen, dass Russland davon ausging, dass man nach dem Krieg zu einem Interessenausgleich ("Teheran Konferenz", 28/29.1.1943) kommt, da man auch gemeinsam an einer neuen Weltordnung, -sowohl wirtschaftlich ("Bretton Woods Konferenz", 1.-22.7.1944) wie auch politisch- einvernehmlich arbeitete (Deklaration der UN v. 1942, 3. Moskauer Konferenz, UN-Gründung 25.4-26.4.1945, etc.).


Diese Annahme, des vereinbarten Interessenausgleichs, wird auch deutlich, wenn man sich historisch die Aufzeichnungen Churchill von der Moskauer Konferenz im Oktober 1944 betrachtet und sie wird durch die Tatsache gestärkt, dass man vertraglich vereinbarte, dass Russland 3 Monate nach Kapitulation der Deutschen, Japan den Krieg erklärt und angreift und dafür Unterstützung der Alliierten erhält (Moskauer Geheimverträge v. 19.10/1.11.43, Bd.1,  Kap. VI.a.e). Das war ja nichts anderes, als dass man Russland "die Chance" gab, die "Schmach" des verlorenen Krieges gegen Japan (1904/1905) "auszubügeln". Vereinbart wurde auch, dass Russland ein Bündnis mit China schließt, was aber dann in der Historie stets angeprangert wurde (Stalin war Kommunist, mit welchem China hätte er sich verbünden sollen?). Am 8. August 1945, auf den Tag genau 3 Monate nach der Kapitulation Deutschlands erklärte Russland Japan den Krieg und begann mit der Operation "Auguststurm" mit 1 Million Soldaten die Mandschurei (resp. den japanischen Marionettenstaat Mandschukuo) zu besetzen (Bd. 1, Kap.VI.c.).


K. Nach Kriegsende 2. Weltkrieg


Es kam dann anders als "verabredet".

Vom 17. Juli bis zum 2. August 1945 tagten die Siegermächte (U.S.S.R, USA und U.K.) im Schloss Cecilienhof bei Potsdam in großen Delegationen, um über das weitere Vorgehen nach den Kriegshandlungen in Europa zu beraten (Bd. 1, Kap.VI.b.). Die Konferenz fand ohne Frankreich statt, das aber in 6 Noten den niedergelegten Grundsätzen und Gedanken ihre Zustimmung erteilte (und dafür später u.a. mit einer Besatzungszone in Deutschland "entlohnt" wurde). Die Konferenz sollte schon früher stattfinden, wurde aber von Stalin hinaus gezögert, weil er in Bezug auf die deutsche Ostgrenze die Westalliierten vor vollendeten Tatsachen (franz.:„fait accompli“) stellen wollte.

Die Konferenz fand unter einem "schlechten Stern" statt. Kurz vor Konferenzbeginn starb Roosevelt, der durch den Hardliner Harry S. Truman ersetzt wurde. Churchill verlor einen Teil seiner Verhandlungscrew durch einen Flugzeugabsturz und schließlich wurde auch Churchill der die Parlamentswahlen in England verlor durch den unerfahrenen Premierminister Clement Attlee ersetzt.

Dennoch begann die Konferenz hoffnungsvoll, da man sich in einem ersten "Potsdamer Abkommen" einstimmig darauf verständigte, dass "ein ständiger Rat der Außenminister eingerichtet wird, der für die Ausarbeitung von Friedensverträgen" zuständig ist.

Anders als nach dem 1. Weltkrieg behandelte man auch internationale Themen, die jedoch alle nur so (vorläufig) geregelt wurden, dass sie (zum großen Teil) bis in die Gegenwart Konfliktregionen sind. Über den "Nahen-Osten", bzw. dem Orient wurde nur am Rande debattiert, weil sich viele Regionen noch unter Kolonialherrschaft der Franzosen und Briten befanden.

Lediglich zum Thema Iran, dass Großbritannien und Russland im August 1941 völkerrechtswidrig besetzten, wurde versucht eine Einigung zu erreichen (das die -vorläufige- Aufteilung Irans vorsah, während Churchill die Ölfelder im Süden kontrollieren wollte, konnte Stalin vom Norden Irans die separatistischen Bewegungen in Aserbaidschan auf- und ausbauen und die kommunistisch orientierten Kurden, die die Republik Mahabad ausgerufen hatten, unterstützen).

Das Thema Iran, bzw. der Zeitpunkt des Abzuges der Truppen, den die Außenminister in London im September 1945 festlegen konnten, wurde dann auch der erste große internationale Konflikt vor dem neugeschaffenen UN-Sicherheitsrat.

Über die vielen unterschiedlichen Themen wurde immer verbissener gerungen, was auch an den unterschiedlichen Temperamenten und Charakteren der Verhandlungsdelegationen lag.


L. Die Wende Beginn des "Kalten Krieges"


Eine entscheidende (Stimmungs- und politische-) Wende erfuhr die nur zweiwöchige (allerdings mit tagelangen Unterbrechungen) Konferenz als US-Präsident Truman Ende Juli gegenüber Stalin die "Bombe platzen" ließ, man verfüge nun über militärische Mittel, die ganze Städte ausradieren können. Nach Gründung des "Manhattan Projekts" (Bd. 1, Kap.VI.a.d.) kam es am 16. Juli 1945 zum sogenannten "Trinity-Test", also zu einem erfolgreichen Atombomben-Test. Nachdem Roosevelt schon während des Krieges klar machte, dass er, sobald die Bombe funktioniere, sie gegen Hitler-Deutschland einsetzen werde, genehmigte Truman am 21. Juli 1945 den Einsatz amerikanischer Kernwaffen.

Stalin reagierte auf Trumans Ankündigung nur mit einem " спасибо..." (russ. für das dtsch. „Danke“). Einem resignierten Danke. Danke das war es dann mit dem Friedensgeist.

Die nächste Runde des Wettrüstens begann


M. Die Potsdamer Erklärung.


Nochmals raufte man sich in den letzten Juli Tagen in Potsdam zusammen und verabschiedete mit der "Potsdamer Erklärung" ein letztes Ultimatum zur bedingungslosen Kapitulation an Japan (Bd. 1, Kap.VI.c.). Nachdem Russland nach Fristablauf am 8. August 1945 ebenfalls (nach den USA) den Krieg gegen Japan erklärte und mit der Roten Armee aus 1 Million Soldaten die Pazifikfront eröffnete, warfen die USA die 1. Atombombe auf Hiroshima, worauf der japanische Tennó am 14.8.1945 das Kriegsende erklärte und am 2. September 1945 die Kapitulation, mit ausdrücklichem Bezug auf die Potsdamer Erklärung, unterzeichnete.


Nach dem internationalen Schock über das Ausmaß der Zerstörung durch die Atombomben "ruhten" die Waffen. Entgegen den Erwartungen von Stalin demonstrierten die USA nun ihre neue militärische Stärke und diktierten ihre Waffenstillstandsabkommen ohne Beteiligung der weiteren Alliierten und ohne Rücksichtnahme deren politischen, wirtschaftlichen und strategischen Interessen. Das „Anti-Hitler-Bündnis“ war zu Ende. Der "Kalte Krieg" begann.

Lediglich die gemeinsamen Interessen in Deutschland und die Angst vor einem neuen Erstarken der Deutschen (vor allem seit immer mehr Informationen über die Schreckensherrschaft dieses Systems bekannt wurde z.B. durch die „Nürnberger Prozesse“) zwangen Russland und die USA zu weiteren frostigen „Verhandlungen“.


N. Die Ausbreitung


In den folgenden Jahren und Jahrzehnte beginnen die Festigung und der Ausbau der zwei unterschiedlichen Weltanschauungs- und Staatsideologien. Die Kommunisten breiten sich im Osten aus und besetzen u.a. Nordkorea, dessen (eingesetzter) Machthaber über die ganze Halbinsel herrschen möchte, was schließlich zum Korea-Krieg führte (s. dazu das Buch: Der Korea -Konflikt, Ge(h)- Danken, Historie und Lösungsansätze des Autors)

Beide Blöcke stärken ihren Einflussbereich durch Bündnisse mit anderen gleich gelagerten Staaten. Die USA u.a. mit Westdeutschland und Japan, die UdSSR. u.a. mit den sogenannten Ostblockstaaten. Schwierig und konfliktreich wurde es bei den Staaten die historisch keine festen Bündnisse kannten, wie Staaten in Afrika und im arabischen Raum.

 


O. Der X-Artikel


Am 22. Februar 1946 wurde das sogenannte "Lange Telegramm" mit dem Pseudonym „X“ an das amerikanische Finanzministerium gesandt, das seit der Veröffentlichung in der Juli Ausgabe 1947 der Zeitschrift Foreign Affairs als sogenannter "X-Artikel" Berühmtheit erfuhr. Der Verfasser war der ehemalige US-Botschafter und damalige Chef des  Planungsstabes im Außenministerium, Georg F. Kennan, der in diesem Telegramm seine (niederschmetternde) Analyse über die sowjetische Politik wiedergab und als Konsequenz seiner Betrachtungen als amerikanische Handlungsmaxime eine Politik des "Containment" (engl. für "Eindämmung") empfiehlt. Am 12. März 1947 veröffentlichte Präsident Truman sein außenpolitischen Konzept mit der sogenannten „Truman-Doktrin“. Die Doktrin hat die Empfehlungen des X-Textes ("Containment-Politi" zum Inhalt (Bd. 1, Kap.VII.). 



P. Die Eisenhower-Doktrin


Am 5. Januar 1957 erfolgte die Dwight D. „Eisenhower-Doktrin“ als Ermächtigung. (Bd. 1. Kap. VII.a.) Sie besagte, die USA würden überall und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln (also auch der Verwendung von Atomwaffen) prowestliche Regimes vor kommunistischer Unterwanderung oder einer Bedrohung durch die Sowjetunion schützen. Das eher defensive Prinzip des Containments wurde dabei zu Gunsten der aggressiveren Rollback-Politik modifiziert. Die Strategie für das Rollback beruhte auf dem bis zum Sputnik-Schock anhaltenden Vertrauen in die eigene nukleare Überlegenheit. Das Rollback wurde allerdings nie in eine zusammenhängende Politik umgesetzt, da das nukleare Patt jede direkte Konfrontation zwischen den beiden Supermächten verhinderte und vielmehr zu Stellvertreterkriegen in der Dritten Welt führte. Die Doktrin erfolgte auf Reaktion der Sueskrise und wurde zweimal angewendet (Unterstützung des jordanischen Königs im April 1957, bei der Libanon-Krise, Juli bis September 1958).

Beim Besuch des sowjetischen Ministerpräsidenten Nikita Chruschtschow in den USA im September 1959 schwenkte er und Eisenhower auf einen Koexistenz- Kurs um.


Q. Die Breschnews-Doktrin

Am 12. November 1968 erfolgte die Leonid „Brechnews-Doktrin“. (Bd.1, Kap.VII.b.) Sie wurde am 12. November 1968 auf dem 5. Parteitag der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei verkündet. Sie ging von der „beschränkten Souveränität der sozialistischen Staaten aus und leitete daraus das Recht ab, einzugreifen, wenn in einem dieser Staaten der Sozialismus bedroht würde. Das Recht zum Eingriff – und mithin die Entscheidung darüber, ob der Sozialismus bedroht sei, ob also die aufgestellte Eingriffsvoraussetzung vorliege – sollte allein bei der Sowjetunion liegen. Dabei lautete die Hauptthese: „Die Souveränität der einzelnen Staaten findet ihre Grenze an den Interessen der sozialistischen Gemeinschaft.“

Einen Tag nach der Verkündigung der Doktrin erschien der folgende Text in der sowjetischen Tageszeitung Prawda:

„Und wenn die inneren und äußeren, dem Sozialismus feindlichen Kräfte die Entwicklung irgendeines sozialistischen Landes auf die Restauration der kapitalistischen Ordnung zu wenden versuchen, wenn eine Gefahr für den Sozialismus in diesem Land, eine Gefahr für die Sicherheit der gesamten sozialistischen Staatengemeinschaft entsteht, ist das nicht nur ein Problem des betreffenden Landes.“

Die Brechnews-Doktrin versuchte nachträglich eine Erläuterung und Rechtfertigung für den Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes in die Tschechoslowakei am 21. August 1968 (gegen den Prager Frühling). Sie wurde auch zur Rechtfertigung der Militärintervention der Sowjetunion in Afghanistan im Jahr 1979 angewendet.

Die Volksrepublik China, Rumänien, Albanien und Jugoslawien wiesen diesen sowjetischen Führungsanspruch zurück, andere Ostblockstaaten, darunter auch die DDR, akzeptierten ihn.


R. Rollback System


Unter dem Einfluss nationalkonservativer Denkfabriken, wie der Heritage Foudation, begann das Rollback-System in den 1980er Jahren wieder verstärkt die Außenpolitik der USA zu beeinflussen.

Die unbeabsichtigten Folgen dieser Politik und die wegen ihrer unbekannten Ursachen von der Öffentlichkeit nicht verstandenen Gegenreaktionen haben in Anlehnung an das Rollback die Bezeichnung "Blowback" erhalten. Als Blowback (engl. für Rückstoß) wird in der Fachsprache der Geheimdienste der unbeabsichtigte Effekt bezeichnet, bei dem inoffizielle außenpolitische Aktivitäten oder verdeckte Operationen später negativ auf deren Ursprungsland zurückfallen. Dies kann in Form ungünstiger außenpolitischer Entwicklungen oder gar terroristischer Angriffe geschehen. Erstmals verwendet wurde der Begriff 1953 im Zuge der Operation Ajax, bei der die CIA den Sturz des iranischen Premierministers Mohammad Mossadegh herbeiführte.

Zur Strategie gehörte ferner antikommunistische Guerilleros mit Waffen zu versorgen, wie z.B. die Mudschaheddin in Afghanistan, die UNITA des Jonas Savimbi in Angola und der Contras in Nicaragua. Diese Maßnahmen geschahen oft in Form verdeckter Operationen (z.B. Iran-Contra Affäre).


S. Die Reagan- Doktrin


Die Rollback Strategie war ein wesentlicher Bestandteil der „Reagan-Doktrin“. (Bd.1, Kap.VII.d.) Sie wurde auch als Gegenstück zur „Brechnews-Doktrin“ verstanden. Der Kernsatz dieser Doktrin lautete:

“We must stand by all our democratic allies. And we must not break faith with those who are risking their lives -on every continent, from Afghanistan to Nicaragua-to defy Soviet-supported aggression and secure rights which have been ours from birth.”

„Wir müssen an der Seite aller unserer demokratischen Verbündeten stehen. Und wir dürfen nicht das Vertrauen derjenigen verlieren, die ihr Leben aufs Spiel setzen – auf allen Kontinenten, von Afghanistan bis Nicaragua, um der sowjetischen Aggression entgegenzutreten und sich die Rechte zu sichern, die wir von Geburt an haben.“

Mit der der Amtsübernahme der Führung in der UdSSR von Michael Gorbatschow im Jahr 1985 änderte sich die Strategie.

Michail Gorbatschow rief (nach eigener Darstellung) bei den  Beisetzungsfeierlichkeiten seines Amtsvorgängers Tschernenko im März 1985 die Führer der Ostblockstaaten zu sich und machte ihnen deutlich, dass ab sofort jedes Land für seinen Weg (und die daraus resultierenden Folgen) selbst verantwortlich war.

1988 wurde die Brechnews-Doktrin offiziell aufgehoben.


T. Die Sinatra- Doktrin


Im Oktober 1989 prägte der Sprecher des sowjetischen Außenministeriums, Gennadi Gerassimow, am Rande eines Staatsbesuches in Finnland das Wort von der „Sinatra-Doktrin“, die nun die Brechnews-Doktrin abgelöst habe.

 

Die „Sinatra-Doktrin“ beschreibt die neue Sowjetische Politik, die den Warschauer-Pakt-Staaten erlaubte, ihre inneren Angelegenheiten souverän zu regeln. (Bd.1., Kap VII.e.)

Die Bezeichnung der Doktrin nach Frank Sinatra spielte auf das durch ihn weltbekannt gewordene Lied "My Way" an und sollte die Möglichkeit der Warschauer-Pakt-Staaten (namentlich Polen und Ungarn) symbolisieren, jetzt ihren Weg eigener innerer Reformen und ohne Einmischung von außen gehen zu können. Im Ergebnis begannen die Ostblockstaaten demokratische Reformen, was 1989 zur Öffnung des Eisernen Vorhanges und in dessen Folge zum Fall der Berliner Mauer beziehungsweise zum Ende des Kalten-Krieges führte.

Am 25. Oktober 1989 besuchte Gorbatschow den finnischen Präsidenten Mauno Koivisto in Helsinki. Beide erklärten an jenem Tag den Verzicht auf den Ersteinsatz von Gewalt gegen ein gegnerisches Bündnis, einen neutralen Staat oder einen Staat des eigenen Bündnisses.

„Die Sowjetunion, eine eurasische Regierung im Kernwaffenbesitz, ein dauerhaftes Mitglied im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und Mitglied der Warschauer Vertragsorganisation, und Finnland, ein neutraler nordeuropäischer nicht nuklearer Staat [...] erklärten ihre Entschlossenheit, die folgenden Prinzipien und Prioritäten in Europa [...] umzusetzen [...] Keine Anwendung von Gewalt kann gerechtfertigt werden, weder durch eine militärisch-politische Allianz gegen einen anderen, noch innerhalb dieser Allianzen, noch gegen neutrale Länder jedweder Partei.“

Damit war dieses eine eindeutige Erklärung, nicht nur für Finnland!


Erst mit dem Amtsantritt von Georg Bush und dem Treffen auf Malta von Gorbatschow und Bush im Dezember 1989 veränderte sich allerdings erst grundlegend das Verhältnis zwischen Russland und den USA.


U.,V.,W.,Y., Z.

Das Russland- USA Verhältnis der Gegenwart

- siehe Ge(H)- Danken

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Auszug Band. 2 Militärbündnisse, Abrüstungsfragen, Atomprogramm:


Zu den aktuellen Kontroversen gehören u.a. der geplante Raketenabwehrschirm der Nato und Rüstungsbestrebungen im All nach der Installierung eines Militär-Satelliten durch Russland. Der Satellit soll bereits der vierte dieser Art sein, den Moskau seit 2013 ins All befördert hat. Bei der UN-Konferenz für Abrüstung am 14. August in Genf warnte die stellvertretende Abteilungsleiterin für Waffenkontrolle im US-Außenministeriums Yleem Poblete vor den neuen angeblichen Weltraumwaffen: Die USA warnten bereits seit Jahren davor, dass die russische Regierung die Entwicklung von Anti-Satelliten-Waffen vorantreibe. Seit 2009 habe das russische Verteidigungsministerium immer wieder öffentlich bestätigt, dass diese Waffensysteme in Russland entwickelt würden




Bremen 7. Nov. 2018  (Tag des Lichts –Asien)